Hochrhein | Waldshut-Tiengen (hüf) Was geschieht eigentlich, wenn ein Zug eine Panne hat und abgeschleppt werden muss? Am Donnerstag war das zu beobachten.

Das defekte Drehgestell. Bild: Hüfner

Seit gut zwei Wochen stand beim Bahnhof Waldshut eine Zugkomposition des Nahverkehrs mit einem beschädigten Drehgestell. Am Donnerstag kam dann Bewegung in die beschauliche Szenerie. Eine Diesellokomotive der Baureihe 218 aus Ulm, die einst den Personenverkehr am Hochrhein zuverlässig abwickelte, rangierte mit einem Waggon der Notfalltechnik über die Gleise und Weichen unter der gerade in Sanierung befindlichen „Kolpingbrücke“.

Im Laufe des Tages kümmerten sich Techniker der Bahn um den liegengebliebenen Zug, so dass dieser transportiert werden konnte. Schließlich hoben sie das defekte Drehgestell auf Schlitten, so dass der Waggon transportbereit war. Gegen Abend setzten sich schließlich der Hilfszug samt Pannenzug langsam in Richtung Basel beziehungsweise Haltingen in Bewegung. Dort sollen dann die Reparaturarbeiten abgeschlossen werden.

Der Hilfszug ist am Hochrhein selten zu sehen. Bild: Hüfner

Die Fahrt konnte nur mit geringer Geschwindigkeit erfolgen. Um den planmäßigen Bahnverkehr möglichst nicht zu stören, fand der Transport während der Nacht statt.

 

 

 

Video von unserem Redaktionsmitglied Gerry Klaus

 

Video von Schwarzwald TV

Text: (hüf)

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