Hohentengen | Rafz | (hüf) In dem streckenweise mysteriösen Todesfall Gino Bornhauser sind sterbliche Überreste aufgetaucht. Ein Waldbesitzer fand im März bei Bergöschingen (Gemeinde Hohentengen) einige menschliche Knochen. Ein DNA-Abgleich ordnete sie eindeutig dem Vermissten zu. Das teilten die Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen, das Polizeipräsidium Freiburg und die Kantonspolizei Zürich am Freitagvormittag mit.

Der Tod des Rentners bewegte vor fünf Jahren die Region. Der seltsame Fall begann mit dem Brand eines Personenwagens bei Lottstetten. Tage später stellte sich heraus, dass er im Zusammenhang mit einem Vermisstenfall in Rafz stand. Später tauchte ein Video auf, in dem der Streit eine Unbekannten mit Bornhauser zu sehen war.

Wie sich später herausstellte, kannten sich die beiden Männer flüchtig. Bei dem Unbekannten handelte es sich um einen früheren Nachbarn. Auf ihn kommt die Polizei, da er seine Ehefrau mit Bornhausers Karte an einen Geldautomaten.

Nach seiner Festnahme legt der ehemalige Nachbar ein Geständnis ab. Wo er die Leiche Bornhausers abgelegt hat, bleibt trotz intensiver Suchaktionen offen. Zweieinhalb Jahre nach der Tat begeht der mutmaßliche Mörder in Untersuchungshaft Suizid. Kurz darauf strahlt das Schweizer Fernsehen eine Dokumentation über den Fall aus.

Nach Angaben der Kantonspolizei Zürich wurden im März 2021 in der Gegend von Hohentengen-Bergöschingen mehrere Knochen gefunden, darunter drei Stück menschlichen Ursprungs. Die sichergestellten Knochen ließen sich im Rahmen der weiteren Ermittlungen sowie eines DNA-Abgleichs zweifelsfrei dem Rentner zuordnen. Weitere Suchaktionen der Kantonspolizei Zürich in Zusammenarbeit mit der Deutschen Polizei sind im Gange.