Hohentengen | Lienheim (hüf) Sechs Personen vergifteten sich mit Kohlenmonoxid aus einem Ofen im Hohentengener Ortsteil Lienheim. Glückliche Umstände sorgten für einen glimpflichen Ausgang am Freitagabend.

Laut Mitteilung der Polizei trafen sich zwei Paare in einer Gartenhütte mit Holzofen. Das zu dem Treffen eingeladene Paar ließ sich später von seiner Tochter und deren Partner abholen. Daher hielten sich vorübergehend insgesamt sechs Personen in der Hütte auf.

Kurz bevor sie aufbrechen wollten, schwelte noch Restglut im Ofen vor sich hin und entwickelte in dem unbelüfteten Raum das gefährliche Kohlenmonoxid. Bei allen anwesenden Personen kam es daher zu leichten Vergiftungserscheinungen.

Die gegen 21.20 Uhr von der Rettungsleitstelle informierte Polizei war ebenso im Einsatz, wie mehrere Notärzte. Alle sechs Personen kamen zur weiteren Beobachtung in umliegende Krankenhäuser, zwei davon aus Kapazitätsgründen mit Rettungshubschraubern.

Nur dem glücklichen Umstand, dass sich die sechs Personen lediglich für einen kurzen Zeitraum gemeinsam in dem Raum befanden, sei es zu verdanken, dass nichts Schlimmeres passierte, so die Polizei.

Kohlenmonoxid bildet sich bei Verbrennungsprozessen, wenn zu wenig Sauerstoff zur Verfügung steht. Es wirkt als starkes Atemgift, das im Körper den Sauerstofftransport durch das Blut unterbindet. Kohlenstoffmonoxid wird sehr leicht über die Lunge aufgenommen und führt rasch zu Bewusstlosigkeit mit häufig tödlichem Ausgang. Die Vergiftung zeigt sich anfänglich in Kopfschmerzen, Schwindel sowie grippeähnliche Beschwerden.