+++ Aktualisiert Dienstag, 23. April 2019, 14 Uhr +++

Küssaberg | Waldshut-Tiengen (hüf) In der Nacht auf Ostermontag stürzte zwischen Tiengen und Waldshut ein mit drei Personen besetztes Auto in die Wutach. Das Fahrzeug wurde noch in der Nacht mit einem Schwerlastkran wieder aus der Wutach geholt.

Der Personenwagen befand sich am Ufer der Wutach an der alten Bannschacher Brücke. Von dort rollte er aus bislang unbekannten Gründen rückwärts vom Uferdamm in den Fluss. Darin befanden sich laut Auskunft der Polizei die Fahrerin, ihr Mann und ein Kind.

Die drei Insassen konnten ohne fremde Hilfe das Auto verlassen und selbstständig ans Ufer gelangen. Anschließend setzten sie einen Notruf ab, der um 0.11 Uhr bei der Polizei einging.

Um auszuschließen, dass eventuell Betriebsstoffe austreten, veranlasste diese die Bergung. Das Technische Hilfswerk (THW) rückte mit zwei Fahrzeugen und zehn Personen an. Auf Grund der Örtlichkeit entschieden die Hilfskräfte, einen Schwerlastkran einzusetzen. Der wurde aus Lauchringen bei einem Privatunternehmen angefordert.

Auf Grund der Situation vor Ort war es nicht möglich, den Kleinwagen mit Hilfe einer Seilwinde aus dem Wasser zu ziehen, da die Gefahr einer Beschädigung bestand, bei der Betriebsstoffe auslaufen und in die Wutach hätten fließen können. In Absprache mit der Polizei kam es dann zum Einsatz des Schwerlastkrans für die Bergung.

Das THW übernahm zudem die Beleuchtung der Einsatzstelle mit Strahlern und Stromerzeuger und sicherte den Zugang zum Ufer mit einer Zwei Helfer befestigten Krangeschirr am Fahrzeug, so dass es aus dem Fluss gehoben werden konnte. Der Pkw wurde noch in der Nacht auf einen Abschleppwagen gehoben und abtransportiert.

Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, war die 35-jährige Fahrerin des Pkws alkoholisiert, als es gegen 23.50 Uhr rückwärts in die Wutach rollte. Ein Alcomatentest durch die Polizei ergab gut 1,2 Promille. Betroffen war auch ein junges Pärchen, das am Wutachufer saß und nur knapp vom Auto verfehlt wurde. Im Auto saßen außer der Frau noch zwei Kinder und ein männlicher Begleiter.

 

Video: Manfred Hüfner