Lottstetten (hüf) Am Samstag überfiel eine Gruppe von rund 20 Personen eine Gaststätte in Lottstetten. Dabei gab es sechs Verletzte. Vorausgegangen waren Beleidigungen gegen ein Kind auf einem nahegelegenen Spielplatz.

Wie die Polizei auf Nachfrage von Hierzuland.Info bestätigte, fand am Samstagabend ein größerer Polizeieinsatz in der Hauptstraße von Lottstetten statt. Auslöser waren drei Notrufe aus dem Lokal sowie von der Rettungsleitstelle aus Waldshut-Tiengen. Dabei wurde kurz nach 19 Uhr eine Auseinandersetzung in der Gaststätte gemeldet.

Die Polizei zog daraufhin Kräfte an einem Sammelpunkt zusammen. Dazu gehörten zwei Polizeistreifen aus Waldshut-Tiengen, zwei der Kantonspolizei Schaffhausen, und jeweils eine der Bundespolizei und der Schweizer Grenzwacht. Das Polizeipräsidium Konstanz war ebenfalls über die Vorgänge in Lottstetten unterrichtet, musste aber keine zusätzlichen Einsatzkräfte schicken. Ebenfalls vor Ort waren zwei alarmierte Rettungsfahrzeuge des DRK aus Dettighofen und Stühlingen, die sich um die Verletzten kümmerten.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei seien an der Schlägerei rund zehn Personen beteiligt gewesen, die aber beim Eintreffen bereits voneinander abgelassen hatten. Kurz nach 21 Uhr rückten dann die letzten Einsatzkräfte wieder ab. Die weiteren Ermittlungen wird voraussichtlich der Polizeiposten Jestetten übernehmen.

Der Schlägerei vorausgegangen war nach Auskunft der Polizei ein Streit zwischen zwei Familien auf einem Kinderspielplatz. Dieser sei aufgebauscht worden, so dass ein Familien-Clan zusammengerufen wurde. Die Auseinandersetzung habe sich dann später in das Lokal verlagert. Betroffene und Anwohner sind entsprechend erschüttert von den Vorfällen.

„Ich hatte Angst um mein Leben!“

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