Region Klettgau | Lauchringen (hüf) Fehlende Investoren macht der Insolvenzverwalter des Lauchringer Textilunternehmens Lauffenmühle für das Ende des Unternehmens verantwortlich. Die Belegschaft hingegen hält die bisherige Geschäftsleitung verantwortlich für das Ende der Firma.

Am Donnerstag folgten rund 70 Beschäftigte dem Aufruf zur Betriebsversammlung. Hier gab ein Mitarbeiter des Insolvenzverwalters offiziell bekannt, was bereits seit dem Tag zuvor wie ein Lauffeuer in der Belegschaft die Runde machte, nämlich das endgültige Aus für die Lauffenmühle am Hauptsitz in Lauchringen und im Zweigbetrieb in Lörrach-Brombach. Bis Ende April sollen die rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Kündigung erhalten.

Nur mit gutem Zureden hatten Gewerkschaftsvertreter erreichen können, dass die enttäuschten Beschäftigten nicht ihrem Unmut freien Lauf ließen. Bereits vor der Versammlung hatten sie am Zaun vor dem Hauptsitz zwei unübersehbare Transparente angebracht. Im Anschluss hielten sie Plakate den Medienvertretern im Eingangsbereich entgegen und unterstrichen ihren Protest mit Sprechchören.

Für sie wird es, entgegen der bei vielen Firmenpleiten üblichen Praxis, keine Auffanggesellschaft geben. Außerdem stehen sie bis zum letzten Arbeitstag weiter unter Druck. Mit der Abwicklung der noch vorhandenen Aufträge tragen sie dazu bei, ihren Lohn und eventuelle Abfindungen zu sichern. Dies unter anderem auch deshalb, weil sich Maschinen, Gebäude und Grundstücke nicht mehr im Besitz des Unternehmens befinden.

 

Das Aus für Textilfirma Lauffenmühle kommt Ende Juli

Lauffenmühle in Turbulenzen

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