Waldshut-Tiengen (hüf) Einen massiven Stromausfall gab es in der Nacht auf Sonntag in der Region. Im Westen der Kreisstadt Waldshut-Tiengen blieben die Menschen mehr als eineinhalb Stunden von der Energieversorgung abgeschnitten.

Die Störung ereignete sich Sonntagmorgen gegen 2.45 Uhr im Umspannwerk in Gurtweil, so die Auskunft des Lagezentrums der Polizei in Freiburg. Zahlreiche Anrufer meldeten sich daraufhin, um den Grund für den Stromausfall zu erfahren. Gegenüber Hierzuland.Info hieß es, in dem Umspannwerk habe es einen Brand gegeben, der von selbst wieder erlosch.

Das Umspannwerk Gurtweil während des Stromausfalls im Ortsteil Waldshut und weiteren westlich gelegenen Gemeinden. Bild: Hüfner

Das Polizeirevier Waldshut war zwar von dem Ausfall auch betroffen, konnte aber mit einem Notstromaggregat seinen Betrieb aufrecht erhalten. Streifen mussten ausrücken, weil im Stadtgebiet Alarmanlagen auslösten. Weitere Auswirkungen waren dem Pressesprecher am frühen Morgen nicht bekannt.

Laut dem Energiedienst betraf die Störung ab 2.43 Uhr die Orte Albbruck, Bannholz, Birkingen, Birndorf, Buch, Dogern, Immeneich, Remetschwiel, Schlageten, Tiefenhäusern, Unteralpfen, Waldshut, Wilfingen und Wolpadingen. Ebenso war St. Blasien zeitweise ohne Strom, wobei es keinen Zusammenhang mit der Störung in Gurtweil gab.

Zu den Gründen des Stromausfalls war vom Energiedienst keine Auskunft zu erhalten. Hier hieß es, die Störung habe sich in einem „vorgelagerten Netz“ ereignet. Für das zeichnet sich Netze BW verantwortlich. Auch hier konnte noch keine eindeutige Ursache genannt werden. Mitarbeiter würden bei Tageslicht die Schadensstelle begutachten, so dass erst dann Aussagen zu der Störung möglich seien. Die Leitung bleibe daher abgeschaltet. Durch technische Maßnahmen konnte aber der Strom in den betroffenen Orten wieder fließen.

Transformatorbrand Im Umspannwerk Gurtweil im Januar 2012. Archivbild: Hünfer

In Gurtweil befindet sich ein 220 kV-Umspannwerk. Von ihm stammt auch der Strom für die Kreisstadt und umliegende Orte. Leitungsverbindungen bestehen in die Schweiz nach Laufenburg, Beznau und Klingnau. In jüngerer Vergangenheit kam es schon mehrfach zu Zwischenfällen. Vor knapp sieben Jahren brannte ein Transformator. Sein Kühlöl lief aus und sickerte teilweise in den Boden, so dass dieser aufwändig ausgebaggert werden musste.

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