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Nack | Felsenau (red) Innerhalb von nicht einmal 24 Stunden sind am Hochrhein zwei Menschen vermutlich im Rhein ertrunken. Bei Tössegg wird seit Mittwochmittag ein 15-jähriger Junge gesucht. Unterhalb der Aaremündung bei Felsenau verschwand am frühen Dienstagabend eine 39-jährige Frau in den Fluten des Rheins.

Wie Schweizer Medien berichten, soll der 15-Jährige Urlauber mit seinen Geschwistern an einer Sandbank gespielt haben. Plötzlich sei er von der Strömung mitgerissen worden. Zwei Hubschrauber, Seepolizei und Taucher waren laut Kantonspolizei Zürich an der großangelegten Suchaktion beteiligt. Sie blieb bis am Abend erfolglos.

An der Aaremündung unterhalb von Felsenau im Kanton Aargau gegenüber der Kreisstadt Waldshut-Tiengen blieb auch am zweiten Tag die Suche nach einer 39-Jährigen Schwimmerin ohne Ergebnis. Sie war am Dienstag gegen 17 Uhr gemeinsam mit ihrem 34 Jahre alten Freund zum Schwimmen in die Aare gestiegen, hieß es in einer Mitteilung des Polizeipräsidiums Freiburg.

Als der Freund sich bereits wieder an Land befand, wurde die Schwimmerin von der Strömung in Richtung Rhein weggetrieben. Anfänglich gelang es ihr zwar noch, sich schwimmend über Wasser zu halten, kurz darauf ließen ihre Kräfte allerdings nach. Über der Wasseroberfläche wurde sie zuletzt in Höhe der Pfeiler einer Eisenbahnbrücke gesehen.

Die Suche mit einem Hubschrauber der Schweizer Rettungsflugwacht, mit Booten der Regionalpolizei Zurzach, Tauchern der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), Mitarbeitern des Kraftwerks Klingnau und mehrerer Privatpersonen brachten am selben Abend keinen Erfolg. Die Wasserschutzpolizei nahm daher die Suche gemeinsam mit Streifen der Kantonspolizei Aargau am Mittwochvormittag wieder auf, stellte sie zur Mittagszeit allerdings ohne Ergebnis ein.

Die Suche nach der Vermissten werde nun „im Rahmen des täglichen Dienstbetriebs“ fortgesetzt. Zeugen des Vorfalls sollen sich mit dem Wasserschutzpolizeiposten Vogelgrun, Telefon 07 61 | 8 82-2100 in Verbindung setzen. Die 39-jährige Frau trug zuletzt einen dunklen Bikini und ein schwarzes T-Shirt; sie hat dunkelblonde schulterlange Haare.

Wie die Kantonspolizei Zürich am Donnerstag mitteilte, wurde im Verlauf des Mittwochabends der leblose Körper des gesuchten 15-jährigen Jungen gefunden. Taucher der Seepolizei entdeckten ihn auf dem Grund des Rheins rund 200 Meter flussabwärts der Unfallstell. Nach der anschließenden Bergung klärt die Kantonspolizei Zürich nun die genaue Unfallursache.

 

Tipps der Wasserschutzpolizei

Sie rät grundsätzlich, insbesondere aber während den aktuell herrschenden heißen Temperaturen, folgende Grundsätze zu beachten:

  • Beachten Sie die jeweils geltenden Baderegeln.
  • Kühlen Sie sich, insbesondere bei Hitze, vor dem Baden ausreichend ab.
  • Gehen Sie nie ohne Begleitung oder Beobachtung schwimmen und baden.
  • Schwimmen Sie nie außer Sichtweite anderer Badegäste und entfernen Sie sich nicht aus der Ufernähe.
  • Schwimmen Sie innerhalb der ausgewiesenen Badezonen.
  • Springen Sie bei unbekannten Tiefenverhältnisse nicht ins Wasser.
  • Kalkulieren Sie immer die Strömung mit ein. Will man beispielsweise eine bestimmte Stelle am anderen Ufer erreichen, muss man zunächst bis zu mehrere hundert Meter stromaufwärts gehen, bevor man sich dann ins Wasser begibt.
  • Wird man wie im aktuellen Fall von der Strömung mitgerissen, sollte man versuchen ruhig zu bleiben und nicht in Panik zu verfallen. Man kann versuchen mit der Strömung zu schwimmen, um irgendwo an Land zu kommen. Es sollte niemals versucht werden, gegen die Strömung anzukämpfen.
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