Region Klettgau (hüf) Königin der heimischen Orchideen, Symbol für das menschliche Leben, prominentes Mitglied auf der Roten Liste der gefährdeten Pflanzen – all das ist der Frauenschuh (Cypripedium calceolus).

Für manche Insekten hingegen stellt er eine tödliche Falle dar. Insbesondere Schwebfliegen lockt er durch seinen Duft und gaukelt ihnen reichlich Nektar vor. Finden sie den Weg in seine geräumige Blüte, können sie die nicht mehr verlassen. Sehr zur Freude von Spinnen, für die sie eine fette Beute darstellen. Bienen und weiteren Bestäubern gelingt meist die Flucht aus dem einzig mit Pollen ausgestatteten Gefängnis ein Entkommen. Botaniker nennen solche Gewächse daher „Täusch- und Fallenblume“.

Hierzulande ist der blühende Frauenschuh noch bis etwa Ende Juni zu sehen. An welchen Standorten, lässt sich nicht generell sagen, wobei er Berghänge und lichte Buchenwälder bevorzugt. Selbst Experten wissen nicht genau, welche Voraussetzungen die Pflanze für ihr Gedeihen benötigt. Somit verbietet es sich alleine schon deshalb, einzelne Pflanzen auszugraben in der Hoffnung, dass sie sich im eigenen Garten halten lassen.

Ein Hauptgrund für den Rückgang der Frauenschuhvorkommen in den Wäldern dürften die Eingriffe der Forstwirtschaft sein, die eine natürliche Waldentwicklung verhindern.

In der Region bestehen jedoch noch einige geschützte Orchideenvorkommen, die auch dem Frauenschuh Heimat bieten. Im Bereich der Küssaburg und bei Grießen sind Standorte bekannt, zu denen immer wieder Exkursionen angeboten werden.

Über die Gemeinde Küssaberg sind die Termine dort zu erfahren. Beim Schwarzwaldverein Stühlingen steht ebenfalls eine Orchideenwanderung auf dem Terminplan. Eine gute Orientierung über Orchideen im Kanton Schaffhausen bietet diese Seite. Demnach sind auf den Wiesen und in den Wäldern des Kantons mindestens 32 Arten heimisch.

 

Alle Bilder: Hüfner

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