Region Klettgau (red) Eine etwas kuriose Polizeimeldung erreichte die Redaktion am Sonntag, wobei der Anlass durchaus tragisch ist: Eine 25-jährige Frau wurde durch Schnitte und Stiche schwer verletzt. Zugetragen hat sich das in Unterentfelden im Kanton Aargau.

Gleich in der Einleitung der Medienmitteilung der Kantonspolizei heißt es: „Ihr 38-jähriger Ehemann nahm die Polizei am Tatort fest.“ Hoppala! Die Polizei wird festgenommen? Und die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen „versuchter vorsätzlicher Tötung“?

Errare humanum est, wie die alten Römer sagten. Auch die Polizei irrt sich. Tatsächlich nahm sie hier den mutmaßlichen Täter fest. Und genau deshalb halten sich Medien daran, keine Vorverurteilung zu betreiben. Das mag manchmal für die geneigte Leserschaft nicht einleuchtend sein. Die Entscheidung über Schuld oder Unschuld treffen nach wie vor weder Polizei, Medien oder Facebook, sondern ein Richter.

 

Nachtrag vom 29. Mai

Hier noch ein Fundstück der Medienstelle der Polizei aus dem Bereich Waldshut-Tiengen:

 

Tiengen: Einbruch im Freibad

In der Nacht von Freitag auf Sonntag verschafften
sich bislang unbekannte Personen unberechtigt Zutritt zum 
Freibadgelände (Badstraße).
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