hüfner_logo_zollJestetten (PM | red) Ein 55-jähriger Schweizer Geschäftsmann wollte in Jestetten ein Postpaket verschicken. Zöllner des Hauptzollamts Singen a. H. sorgten dafür, dass er – nicht ganz freiwillig – auch die fälligen Einfuhrabgaben bezahlte.

Anfang Mai hatte der Unternehmer Farbfilter für Beleuchtungsanlagen an einen Empfänger in Hessen schicken wollen. Wie die Pressestelle des Zolls berichtete, konnte er bei einer Kontrolle durch die Beamten keine Zollanmeldung für die Einfuhr der gewerblichen Waren aus der Schweiz in die EU vorzeigen. Durch Aufgabe der Sendung wollte er nämlich die fälligen Einfuhrabgaben einsparen.

Der Mann behauptete vor der Öffnung des Paketes, dass der Wert der Filter rund 800 Euro betragen würde. Die Zöllner hatten jedoch Zweifel an dieser Darstellung. Und dies aus gutem Grund: In einem Briefumschlag, der mit separater Post an denselben Empfänger verschickt werden sollte, befand sich die zu der Lieferung gehörende Rechnung. Aus dieser ergab sich, dass der Inhalt der Paketsendung insgesamt einen Wert von 9 200 Euro hatte.

Gegen den 55-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts der versuchten Steuerhinterziehung eingeleitet. Für die fälligen Einfuhrabgaben sowie als Sicherheitsleistung für die zu erwartende Geldstrafe musste der Mann insgesamt rund 4 000 Euro hinterlegen. Anschließend konnte er seine Fahrt – mit der Ware – fortsetzen.

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