Waldshut-Tiengen (PM | red) Zöllner des Hauptzollamts Singen deckten gestern den Schmuggel einer großen Menge an Friseurbedarfsartikeln auf, als sie in Waldshut-Tiengen einen Mann kontrollierten.

Bei dem 48-jährigen Schweizer fanden die Zöllner insgesamt elf versandfertige Postpakete, die Friseurbedarfsartikel wie zum Beispiel Scheren, Kämme oder Haarwachse enthielten. Durch Aufgabe der Sendungen bei einer deutschen Post sollten die fälligen Einfuhrabgaben eingespart werden.

Der Mann behauptete vor der Öffnung der Pakete, dass sich lediglich Warenmuster von geringem Wert darin befinden würden. Die Zöllner hatten jedoch Zweifel an dieser Darstellung und ließen die Pakete öffnen. Die anschließende Recherche der Beamten ergab, dass der Inhalt der Paketsendungen insgesamt einen Wert von knapp 63 000 Euro hatte.

Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts der versuchten Steuerhinterziehung eingeleitet. Die zu erwartenden Einfuhrabgaben für die gesamten Waren betragen 15 000 Euro.

Da der 48-Jährige jedoch nur einen geringen Teil dieser Einfuhrabgaben in bar aufbringen konnte, wurden ihm lediglich Waren im Wert von rund 3 200 Euro gelassen. Die übrigen Friseurbedarfsartikel im Wert von fast 60 000 Euro wurden durch den Zoll zur Sicherung der noch ausstehenden Einfuhrabgaben sichergestellt. Zudem musste der Mann zusätzlich eine Strafsicherheit in Höhe von 3 000 Euro hinterlegen. Anschließend konnte er seine Fahrt – mit den ihm überlassenen Waren – fortsetzen.

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