Die Amphibien im Wangental bekommen jetzt zwei "Krötentunnels". Bild: Hüfner
Die Amphibien im Wangental bekommen jetzt zwei „Krötentunnels“. Bild: Hüfner

Jestetten (hüf) Mehr als zwei Jahrzehnte dauerte es, bis jetzt endlich die Bauarbeiten für die Krötentunnels im Wangental beginnen können.

Heute, Donnerstag, soll die längst überfällige Maßnahme zum Schutz des landesweit bedeutenden Amphibienvorkommens beginnen. In einem ersten Schritt sollen zwei Querungshilfen unter der Landesstraße L 165 gebaut werden. Dafür muss die Straßenverbindung zwischen Jestetten und Bad Osterfingen/Wilchingen zeitweise halbseitig gesperrt werden. Der Verkehr wird dabei durch eine Ampel geregelt, wie das Regierungspräsidium Freiburg mitteilt.

In einem 200 Meter langen Abschnitt soll das auf Schweizer Seite bereits installierte Leitsystem nun weiter geführt werden. Damit wäre dann die alljährliche Handarbeit des BUND künftig nicht mehr erforderlich, die sich im Aufbau der Fangzäune und der täglichen Kontrolle der aufgestellten Eimer noch längst nicht erschöpfte.

Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer half im April mit, die Amphibien im Wangental über die Straße zum Wasser zu tragen. Bild: Hüfner
Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer half im April mit, die Amphibien im Wangental über die Straße zum Wasser zu tragen. Bild: Hüfner

Dass sich dringend etwas an der Situation ändern muss, das sah Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer im Frühjahr bei ihrem Besuch im Wangental ein. „Nachdem ich im April selbst beim Krötensammeln dabei war, weiß ich, welch großes Engagement die freiwilligen Helfer zum Schutz der Tiere an den Tag legen“, äußert sie nun anlässlich des Baubeginns. Nach ihren Vorstellungen soll die gesamte Maßnahme noch 2014 fertig gestellt sein.

Gebaut werden zunächst zwei Durchlässe unter der Landstraße, die Amphibien und Kleintieren künftig eine sichere Querung bieten. Spätestens zur nächsten Amphibienwanderung im kommenden Frühjahr sollen sie fertig sein. Rund 86 000 Euro wird dieser erste Bauabschnitt kosten. Das Geld dazu kommt von der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg und aus dem Landeshaushalt.

Dieses Schicksal soll künftigen Amphibiengenerationen im Wangental erspart bleiben. Bild: Hüfner
Dieses Schicksal soll künftigen Amphibiengenerationen im Wangental erspart bleiben. Bild: Hüfner

Wann die Arbeiten an den restlichen rund 600 Metern fortgesetzt werden, ist noch offen. In der Medienmitteilung aus Freiburg heißt es dazu, die sollen „umgehend erfolgen“.

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