Szene bei der Aufführung. Bild: Realschule Jestetten
Szene bei der Aufführung. Bild: Realschule Jestetten

Von Nicole Markhardt

Bereits in der Woche davor bereiteten die Musiklehrerinnen und Musiklehrer Johanna Beck, Anja Käppeler und Ludwig Hügle die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 und 6 auf den Workshop der Kinderoper Papageno aus Wien vor. Im Unterricht wurden Rollen verteilt und einzelne Szenen geprobt. Die Kinder mussten zu Hause die Texte auswendig lernen. Außerdem wurde kräftig der Chor der Janitscharen geübt.

Organisiert wurde dieser Besuch von Nicole Markhardt , ebenfalls Musiklehrerin, die es ermöglichte, dass der Musiksaal der Realschule an diesem Tag zur Opernbühne wurde. Gregor Braun und Angela Mitterhofer, von der Kinderoper Papageno, inszenierten mit den Schülerinnen und Schülern der Klassen 5 und 6 Mozarts „Entführung aus dem Serail“.

Der Beginn der Vorstellung hatte mit Oper reichlich wenig zu tun. Gregor fuhr mit seinem Roller auf die Bühne und wollte mit den Kindern ein Wettrennen veranstalten. Doch Angela, seine Partnerin, rief ihn schnell zur Ordnung. Vorweg gab es ein paar Informationen über den Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart und die Gattung Oper. Gregor stellte den Schülerinnen und Schülern das Rezitativ als Rap des 18. Jahrhunderts vor. Dabei sang er einen Text zuerst als Rezitativ und anschließend als Rap. Den Schülerinnen und Schülern gefiel dieser Vergleich sichtlich.

Dann endlich kamen auch die Schülerinnen und Schüler an die Reihe, die bereits in Kostüme gekleidet auf ihren Auftritt warteten. Vorweg erklärte Angela, dass Konstanze mit ihrer Zofe Blonde und dem Diener Pedrillo auf See von Piraten überfallen worden waren. Die drei wurden als Sklaven an Bassa Selim verkauft und lebten in seinem Harem. Belmonte war auf der Suche nach ihnen, um sie zu befreien.

Als Architekt verkleidet verschaffte sich Belmonte Zugang zum Serail. Zusammen mit Pedrillo schmiedete er einen Fluchtplan. Damit die Flucht gelingen konnte, musste Pedrillo Osmin, den Diener des Bassa Selim mit Hilfe von reichlich Alkohol ausschalten. Leider wurden die Flüchtlinge doch von Osmin erwischt. Dieser freute sich schon auf die Hinrichtung der vier: „Ja, jetzt werden alle gehängt! … oder geköpft?…aufgespießt?“ Doch zu Osmins Entsetzen schenkte Bassa Selim den Vieren die Freiheit. Osmin fand: „Oh! Entsetzlich! Ich hätte sie so gerne frittiert!“

Den Schülerinnen und Schülern, die in die Rollen von Belmonte, Pedrillo, Blonde, Konstanze und Bassa Selim schlüpfen durften, spielten ihre Rollen sehr gut. Gemeinsam mit Gregor und Angela wurde es eine tolle Aufführung. Die restlichen Schülerinnen und Schüler verfolgten die Aufführung gebannt. Am Schluss jubelten alle im Janitscharenchor den Akteuren zu.

 

Eindrücke von der Aufführung:

© alle Bilder: Realschule Jestetten

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