Thomas Wipf, Bereitschaftsführer des DRK im Jestetter Ziepfel, bei der Kontrolle des Verbrauchsmaterials. Bild: Hüfner
Thomas Wipf, Bereitschaftsführer des DRK im Jestetter Ziepfel, bei der Kontrolle des Verbrauchsmaterials. Bild: Hüfner

Jestetten (hüf) Das Rote Kreuz in Jestetten könnte Verstärkung gebrauchen. Derzeit sind im Ortsverein 15 Aktive im Alter von 20 bis 75 Jahren tätig. Viel zu wenig, um die Arbeit auf viele Schultern zu verteilen.

„Ich kann kein Blut sehen“, das gilt hier nicht. Die Aufgaben sind vielfältig, medizinische Anforderungen sind nur ein Teil dessen, was die Mitglieder mit ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit abdecken.

„Wir haben für alle Bereiche was“, meint Bereitschaftsleiter Thomas Wipf (39). Im Ortsverein Jestetten-Lottstetten-Dettighofen gibt es genügend Möglichkeiten, sich zu engagieren, die im ersten Moment wenig Gemeinsamkeiten mit dem Klischee des heldenhaften Lebensretters besitzen.

Unterstützung der Feuerwehr

Selbstverständlich ist für die Aktiven, dass sie eine Grundausbildung in Erster Hilfe absolvieren. Acht Doppelstunden seien das, versichert Wipf.

Für viele der Anforderungen braucht es aber gar keine weitere Ausbildung. Alleine das persönliche Interesse prägt dann die „Karriere“ innerhalb dieser Hilfsorganisation.

Wer Freude daran hat, die Fahrzeuge zu pflegen, sie zu tanken, zu waschen und sich um deren Instandhaltung zu kümmern, findet seinen Platz im DRK-Ortsverein. Hausmeisteraufgaben rund um das Rotkreuz-Gebäude beim Jestetter Schloss wären ebenfalls zu vergeben.

Mit etwas Kochtalent eröffnet sich Interessenten ein weiteres Betätigungsfeld. Vesper und heiße Suppen zubereiten, die Zwei-Liter-Kaffeemaschine anzuwerfen, das ist eine dankenswerte Aufgabe. Gerade bei längeren Einsätzen der Freiwilligen Feuerwehr gehört das mit zur Unterstützung der eingesetzten Helferinnen und Helfer.

Vorbereiten auf den Ernstfall

Das freiwillige Engagement beim Roten Kreuz ist eine gute Sache. Bild: Hüfner
Das freiwillige Engagement beim Roten Kreuz ist eine gute Sache. Bild: Hüfner

Wenn der Sanitätsdienst bei Großveranstaltungen unterwegs ist, braucht er gut gepackte Rucksäcke und Taschen. Aus dem Lager werden die bestückt, wobei hier das Haltbarkeitsdatum der Hilfsmittel zu beachten ist. Zu gewährleisten, dass dies nicht abgelaufen ist, erfordert Mithilfe.

Feldbetten und Zelte für Veranstaltungen vorzubereiten und Instand zu halten, gehört ebenfalls mit zu den Anforderungen beim DRK, was ganz im Hintergrund zu leisten ist.

Wipf berichtet, wie wichtig solche im Kleinen geleisteten Handreichungen und Fleißarbeiten sind, wenn plötzlich der Ernstfall eintritt, wenn das örtliche DRK angefordert wird.

Karriere im Ehrenamt

Für ihn ist es der „Dienst am Nächsten“, der Einsatz für die Allgemeinheit, für die er viele Stunden Freizeit als Bereitschaftsleiter aufwendet.

Auf die Frage, was der Einzelne daraus gewinnen kann , antwortet er spontan: „Anerkennung“. Mitbürger im Dorf sprechen die DRK-Helfer an, sehen deren Einsatz für die Region und deren Einwohner. „Man bekommt viel Zuspruch von den Leuten“, ist seine Erfahrungen aus dem Engagement für das Rote Kreuz.

Der Zeitaufwand sei nicht unbedingt groß. Für die einfachen Mitglieder sind dies zwei Abende im Monat, gerade jeweils eineinhalb Stunden.

Wer tiefer einsteigen will, hat viele Möglichkeiten. Fortbildungen gehen bis zum Rettungshelfer, der im Rettungswagen mitfährt. Als Unterstützer ist er Ansprechpartner für Feuerwehr oder Polizei, assistiert dem Notarzt.

Auch bei Naturkatastrophen wie dem jüngsten Hochwasser waren Freiwillige des DRK aus der Region im Einsatz. Freiwillig, wie Wipf betont.

Hier gibt es weitere Auskünfte

Wer sich beim DRK engagieren will braucht sich nur an ein Mitglied zu wenden. Ansonsten steht in Jestetten und Umgebung Thomas Wipf zur Verfügung. Er ist telefonisch  zu erreichen unter 07745/922765 oder per Mail unter drk-jestetten@t-online.de.

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