Gerade für Zweiräder bedeuten verschmutzte Straßen eine erhöhte Gefahr. Bild: Hüfner
Gerade für Zweiräder bedeuten verschmutzte Straßen eine erhöhte Gefahr. Bild: Hüfner

Region Klettgau/Jestetten (hüf) Es ist ein wiederkehrendes Ärgernis für viele Autofahrer in der Herbstzeit: Verschmutzte Straßen durch landwirtschaftliche Maschinen. Besonders dann, wenn Frühnebel oder gar Regen daraus eine Rutschbahn werden lassen.

In Jestetten war es die Landesstraße L 163 in Richtung Baltersweil, die in der vergangenen Woche stellenweise mit einer dicken Erdschicht überzogen war. Mehrere hundert Meter zog sich die Spur von der Bahnunterführung in beide Fahrtrichtungen. Immerhin warnte ein Schild mit dem Hinweis „Verschmutzte Fahrbahn“ die Verkehrsteilnehmer vor der Gefahrenstelle.

Spuren von schweren Maschinen finden sich entlang des Feldwegs zuhauf. Bild: Hüfner
Spuren von schweren Maschinen finden sich entlang des Feldwegs zuhauf. Bild: Hüfner

Im Jestetter Gemeinderat fand sich wenig Verständnis für Landwirte, die sich so rücksichtslos verhalten. Dass bei der derzeitigen Maisernte fast schon jede Minute zählt, war die eine Seite. Dass dies aber auf Kosten der Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer geschieht, die andere.

Richtig aufgebracht war unter anderem Martina Sigg, die sich ansonsten in den Ratsbesprechungen eher zurück hält. Ebenso schaltete sich Andreas Merk in die Diskussion ein. Sie machten die Verwaltung darauf aufmerksam, dass der gerade erst nach den Bauarbeiten an der SBB-Strecke frisch hergerichtete Landwirtschaftsweg von der Unterführung bis hin zur Brücke im Bivang stark unter den Landwirtschaftsmaschinen gelitten habe.

Der frisch angelegte Weg entlang der Bahnlinie westlich von Jestetten ist teilweise mit einer dicken Lehmschicht überzogen. Bild: Hüfner
Der frisch angelegte Weg entlang der Bahnlinie westlich von Jestetten ist teilweise mit einer dicken Lehmschicht überzogen. Bild: Hüfner

Dies sei während der Maisernte geschehen und der Schädiger bekannt, erfuhr Bürgermeisterin Ira Sattler aus dem Ratsrund samt Namen. Selbstverständlich werde die Verwaltung den der SBB bekannt geben, meinte sie dazu. Allerdings musste Bauamtsleiter Oliver Roller sie korrigieren. Der Feldweg sei inzwischen an die Gemeinde übergeben worden.

Sattlers Kommentar lautete daraufhin: „Dann werden wir uns kümmern.“ Ob und welche Konsequenzen das für den Landwirt beziehungsweise seinen Lohnuntenehmer haben wird, ließ sie dabei allerdings offen.

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