Bei der Herbstabschlussprobe der Freiwilligen Feuerwehr in Lottstetten durfte auch die Jugendabteilung zeigen, was sie kann. Bild: Hüfner
Bei der Herbstabschlussprobe der Freiwilligen Feuerwehr in Lottstetten durfte auch die Jugendabteilung zeigen, was sie kann. Bild: Hüfner

Lottstetten (hüf) Brand in Halle 3 der Kabelverlegefirma Vetter in Lottstetten. Drei vermisste Personen. So lautete das Szenario der Freiwilligen Feuerwehr Lottstetten bei der diesjährigen Herbstabschlussprobe am Samstag.

Die Erkenntnis nach der Übung: Die Gebäude des Markant-Marktes und von Deichmann/Takko sind bei einem Brand nur zu schützen, wenn von Drehleitern aus gelöscht werden kann. Der Platz zwischen den einzelnen Gebäuden ist im Ernstfall zu schmal für einen wirkungsvollen Wassereinsatz vom Boden aus.

DRK-Ortsgruppe Jestetten-Lottstetten-Dettighofen mit dabei

Genau solche Details zeigen, warum realistische Übungen für die Feuerwehr unabdingbar sind. Thomas Kromer, Kommandant der Lottstetter Wehr, ist denn auch des Lobes voll, wenn er über die Firma Vetter spricht. Alleine, dass sie ihr Gelände für die Herbstabschlussprobe zur Verfügung stellte, ist für ihn keine Selbstverständlichkeit.

Mehr noch lobt er deren Sicherheitsbewusstsein. „Das ist beispielhaft“, kommentiert er die Dokumentation, die sie der Feuerwehr bereit stellte. Pläne des Betriebsgeländes samt allen für die Feuerwehr relevanten Daten sind in einem Aktenordner im Feuerwehrgerätehaus und einem Einsatzfahrzeug vorhanden. Eine entscheidende Hilfe bei einem Einsatz. Zudem erhält die Feuerwehr immer wieder Aktualisierungen.

140 Meter lang, 40 Meter breit, ist das Übungsobjekt, eine von insgesamt sechs Hallen auf dem Gelände. Die Lottstetter werden alarmiert, fahren mit ihrem LF 8/6 und dem MTW an. Aus Jestetten kommen das LF 16, der MTW und die Drehleiter. Die Ortsgruppe des DRK ist ebenfalls mit zwei Fahrzeugen zur Stelle.

Genug Hydranten für die Wasserversorgung

Etwa 50 Zuschauer sehen den Beteiligten zu, wie sie die gestellten Aufgaben lösen, die Einsatzleiter Pietro Nicolosi koordiniert. Kromer kommentiert das über Lautsprecher für die Zuschauer.

Hydrauliköl, Benzin, Diesel und Propangas erschweren den Einsatz der beiden Atemschutztrupps aus Lottstetten und Jestetten, die in der Halle nach den vermissten Personen suchen. Um die kümmert sich das Rote Kreuz, nachdem die Feuerwehr sie aus dem Gebäude heraus geholt hat.

Ein Lüfter kommt zum Einsatz, der den künstlichen Rauch wegblasen soll. Unter realen Bedingungen hätte er frühzeitig zum Einsatz kommen können, berichtet Kromer. Das könnte helfen, bei der Personensuche für mehr Sicht zu sorgen.

Die Drehleiter aus Jestetten im Einsatz bei der Herbstabschlussprobe in Lottstetten. Bild: Hüfner
Die Drehleiter aus Jestetten im Einsatz bei der Herbstabschlussprobe in Lottstetten. Bild: Hüfner

Die Wasserversorgung aus den Hydranten in der Umgebung funktioniert. „Wir sind damit gut versorgt gewesen“, versichert der Kommandant. Nur gab es an einer Pumpe immer wieder einen Druckabfall. Ein weiterer Anlass für spätere Nachforschungen.

Abschluss im Gerätehaus

Für die Zuschauer sieht es wie eine Wasserschlacht aus. Die Drehleiter aus dem Nachbarort spritzt, rund um die Halle steigen Wasserfontänen in den fast wolkenlosen Himmel. Dann ist da noch die Jugendfeuerwehr, die ebenfalls mitmachen darf. Auf zehn Kubikmeter schätzt der Kommandant die Wassermenge, die für die Herbstabschlussprobe aus dem Versorgungsnetz der Gemeinde entnommen wurde.

Bürgermeister Jürgen Link, Gemeinderäte, Vertreter der Stützpunktwehr Weinland und aus Klettgau sind unter den Gästen, dazu Vertreter des Unternehmens: Herbert und Harald Vetter, Thomas Weigel. Sie können im Anschluss noch bei der Besprechung hören, was Nicolosi und Kromer zu sagen haben, wie Thomas Wipf vom DRK seine Eindrücke schildert. Dann geht es ins Gerätehaus zurück, wo das Abendessen wartet.

 

Momentaufnahmen der Herbstabschlussprobe

© alle Bilder: Manfred Hüfner

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