Turbulent ging es am Freitag auf der Bühne der Jestetter Gemeindehalle zu. Die "Lüchte" hatten hier Premiere mit mit ihrem neuesten Theaterstück. Bild: Brunner
Turbulent ging es am Freitag auf der Bühne der Jestetter Gemeindehalle zu. Die „Lüchte“ hatten hier Premiere mit mit ihrem neuesten Theaterstück. Bild: Brunner

Jestetten (lbk/red) Die turbulente Verwechslungskomödie des Theaterstücks “Zu früh getraut”, begeisterte mit seiner Erstaufführung das Publikum in Jestetten.

An die 200 Gäste, altersmäßig bunt gemischt, ließen sich vom Amateurtheater „Jestetter Lüüchte“ einen ganzen Abend lang unterhalten und in eine Szenerie entführen, die es in sich hat.

Kurz zusammen gefasst, handelt die Geschichte von einem New Yorker Arzt. Nach einer Junggesellenabschiedsparty hat er am nächsten Morgen einen riesigen Kater und hat wohl in der Nacht zuvor die junge Florence geheiratet. Es bleiben ihm nur wenige Stunden, um sich aus diesem Dilemma herauszubringen und seine richtige Hochzeit vorzubereiten.

Verwechslungen, kleine Lügengeschichten und witzige Kommentare führen temporeich durch das Stück. Viel Gelächter aus dem Publikum. Und die Geschichte geht unaufhörlich weiter mit Verstrickungen und Versteckenspielen der Darsteller, was unweigerlich zu den seltsamsten Situationen und Spielchen führt.

Es wird kreativ mit der Wahrheit jongliert. Bei den vielen Flunkergeschichten spielt auch ein Hamster eine Rolle. Immer schneller müssen die acht Schauspieler auf ihr selbstgebasteltes Lügengebäude weitere Halbwahrheiten einbauen. Immer absurder, einfallsreicher und witziger werden die Dialoge.

Nach der vielbeklatschten Aufführung ist noch gemütliches Beisammensein bei den Tischen in der Jestetter Gemeindehalle möglich. Genau so stellen es sich die Veranstalter vor. Einen vergnüglichen Abend zu bereiten, der ein wenig in Erinnerung bleibt und Lust macht, noch mehr davon zu genießen.

Vielleicht sind es gar die „Lüüchte“, die das bieten. Regisseur Tröller schwebt vor, ein Stück mit zwei, drei Darstellern auf die Bühne zu bringen. Nicht unbedingt eine weitere Komödie. Etwas, das nicht unter der Prämisse „Unterhaltung“ rangiert.

Die „Lüüchte“ sind zumindest von der Qualität ihrer Darsteller schon längst dazu in der Lage. Was fehlt, ist die Zeit dafür, mehr vielleicht der Mut. Der dürfte spätestens jetzt seine Berchtigung haben. Das jedenfalls haben sie mit ihrer Premiere von „Zu früh gefreut“ unter Beweis gestellt. Wieder ein Mal!

 

© Alle Bilder: Liz Brunner/Gerry Klaus

 

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