Nadine Buchser stellte die Einrichtung zusammen mit Bürgermeister Thomas Schäuble vor. Bild: Hüfner
Nadine Buchser stellte die Einrichtung zusammen mit Bürgermeister Thomas Schäuble vor. Bild: Hüfner

Jestetten/Lauchringen (hüf) Eine kommunalpolitische Exkursion nach Lauchringen unternahm der  CDU-Ortsverband Jestetten-Altenburg.

Dort traf er sich mit Bürgermeister Thomas Schäuble und besichtigte die Kindertagesstätte in Unterlauchringen. Später ließen sich die sechs Jestetter Besucher noch über das neue Kommunale Haushaltsrecht informieren, das in der Verwaltung von Lauchringen derzeit eingeführt wird.

Was „Familienfreundlichkeit“ bedeutet, erläuterte Schäuble den Besuchern ausführlich. „Man muss es mit dem Herz wollen“, lautet seine Devise, und er hat dies nicht nur für sich verinnerlicht. Ebenso ist die Verwaltung in vielen Bereichen darauf ausgerichtet. Fast 50 Beschäftigte nur alleine im Kindergartenbereich finden im Rathaus eine Ansprechpartnerin, wenn es um ihre Belange geht.

Unternehmen aus dem Ort und sogar den umliegenden Gemeinden können auf eine festgelegte Anzahl von Betreuungsplätzen zurück greifen. Bewirbt sich eine Mitarbeiterin mit Kleinkind(ern) bei ihnen, so ist deren Versorgung während den Stunden im Betrieb von vornherein geklärt.

Laut Schäuble ist dies ein Argument, sich dann bei der suche nach einem Wohnort für die gesamte Familie in Lauchringen niederzulassen. Dass sich dies durchaus auf lange sicht lohnt, zeigt sich in den Zahlen der Zuzüge. Während andernorts die Bevölkerungszahl stagniert oder gar zurück geht, verzeichnet Lauchringen alljährlich ein Plus von gut einem Prozent, war von Schäuble zu erfahren.

Mit zum Konzept gehört die gute personelle Ausstattung der Einrichtung, in der etwa 235 Kinder derzeit betreut werden. Die Öffnungszeiten gehen hier von 7 bis 17 Uhr. „Das Bauen ist das Eine, das Betreuen das Wichtigste“, gab Schäuble den CDU-Vertretern als Erfahrung mit auf den Weg. Ebenso, dass der Kindergarten in Rathaus und Gemeinderat nicht als Kostenfaktor gesehen werden darf.

Die Delegation aus Jestetten beim Vor-Ort-Termin in Lauchringen. Bild: Hüfner
Die Delegation aus Jestetten beim Vor-Ort-Termin in Lauchringen. Bild: Hüfner

Durch ihn kommen gut ausgebildete junge Familienväter und –mütter in die Gemeinde. Die profitiert dadurch auch finanziell. Rund tausend Euro pro Kopf erhält sie an Zuweisungen aus Steuermitteln. Das schlägt sich im Haushalt nieder.

Familienfreundlichkeit zeigt sich in Lauchringen zudem im Umgang mit den älteren Einwohnern. Die kommunale „Spätlese“ ist ein Angebot an die Senioren mit monatlich sechs bis acht Veranstaltungen.

Im Anschluss tauschten sich die Teilnehmer noch über das neue Kommunale Haushaltsrecht aus, das unter anderem eine neue Form der Buchführung und Software erfordert. Bislang, so informierte Andreas Merk, würden der Landkreis Waldshut, die Gemeinde Todtmoos und eben Lauchringen daran Teil nehmen.

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