Hyazintharas (Anodorhynchus hyacinthinus). Bild: Zollfahndung Zürich
Hyazintharas (Anodorhynchus hyacinthinus). Bild: Zollfahndung Zürich

Zürich (PM/red) Über 150 Papageieneier von geschützten Arten schmuggelte ein Schweizer. Aufgeflogen ist er bereits im August 2010 am Flughafen Zürich, als er aus Brasilien kam. In seiner Unterwäsche fanden die Zürcher Zollfahnder damals 25 Vogeleier.

Im Laufe ihrer Ermittlung stießen sie auf weitere Schmuggelfälle und einen Mittäter, wie die eidgenössische Behörde aus Ermittlungsgründen erst heute in einer Medienmitteilung bekannt gab.

Die Vogeleier stammen von vom Aussterben bedrohten Arten und diese sind deshalb dem Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES) unterstellt. Bei den Ermittlungen waren außer den Zollfahndern auch Polizei und Spezialisten vom Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) einbezogen.

Blaustirnamazone (Amazona aestiva) Bild: Zollfahndung Zürich
Blaustirnamazone (Amazona aestiva) Bild: Zollfahndung Zürich

Sie fanden schließlich heraus dass der Mann in den letzten Jahren über 150 Eier von geschützten Papageien und Fasanen nach Indonesien, Thailand und Mexiko geschmuggelt hatte. Woher sie stammten, blieb laut Zollfahndung aber unbekannt.

Die sichergestellten Beweise zeigten, dass es sich beim Schmuggler um einen international bestens vernetzten Vogelhändler handelt. Sein Tierbestand umfasste mehrere hundert Vögel, darunter auch äußerst seltene und vom Aussterben bedrohte Arten.

Hellroter Ara (Ara macao) Bild: Zoll-fahndung Zürich
Hellroter Ara (Ara macao) Bild: Zoll-fahndung Zürich

Bei einem Mittäter zog das Schweizerische Bundesamt für Veterinärwesen zudem sieben seltene Papageien mit einem geschätzten Handelswert von 80 000 Schweizer Franken (rund 65 000 Euro) ein. Die beiden Tierhändler müssen nun mit erheblichen Bußgeldern rechnen.

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