Einmal einen Blick durch die Wärmebildkamera wagen, das durften auch die jüngeren Besucher bei der Veranstaltung. Bild: Hüfner
Einmal einen Blick durch die Wärmebildkamera wagen, das durften auch die jüngeren Besucher bei der Veranstaltung. Bild: Hüfner

Jestetten (hüf) Eigentlich ist der Platz vor der Grund- und Hauptschule in Jestetten am Samstag dem Wochenmarkt vorbehalten. Diesmal hatte die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde am Nachmittag das Areal in Beschlag genommen.

Der Grund: „Mal zeigen, was man macht“, wie Kommandant Klaus Meier das beschrieb, was sich dort eineinhalb Stunden lang abspielte. Anstelle der üblichen Herbstabschlussprobe gab es Feuerwehr zum Mitmachen.

Mal selbst einen Löschversuch mit der Spritze unternehmen, einen Blick durch die Wärmebildkamera werfen, eine Feuerwehraxt in die Hand nehmen, all das gehörte mit zu dem, was die Bevölkerung an diesem Nachmittag geboten bekam.

Die Besucher scharten sich um die verschiedenen Stationen, an denen sich die Feuerwehr präsentierte. Bild: Hüfner
Die Besucher scharten sich um die verschiedenen Stationen, an denen sich die Feuerwehr präsentierte. Bild: Hüfner

Etwa 45 Feuerwehr-Freiwillige zeigten einen Teil der Ausrüstung, angefangen bei der persönlichen Einsatzkleidung bis hin zu dem Material, das in den bereitstehenden Fahrzeugen mitgeführt wird.

Wer wollte, durfte mit hydraulischer Schere und Spreizer arbeiten, einmal erfahren, welch Gewicht diese Gerätschaften zur Befreiung von Personen aus Unfallautos besitzen.

Dann war da der Behälter, in dem ein halber Kilometer Schlauch verstaut ist. Mit Hilfe von Druckluft und speziellen Kissen ließ der sich über eine entsprechende Steuerung durch ein paar Fingerbewegungen anheben.

Dass die Ausrüstung mit Druckluftflasche und diversem Werkzeug schnell bis zu 60 Kilogramm schwer sein kann, erfuhr Gemeinderat Raimund Hartmann.

Wie der Helm eines verunglückten Motorradfahrers abgezogen wird und wie Wiederbelebungsmaßnahmen ausgeführt werden, zeigte eine Gruppe der Jugendfeuerwehr.

Am Fahrzeug der Einsatzleitung gab es Auskünfte über Rauchmelder, die ab kommendem Jahr in Privaträumen zu installieren sind.

Mit von der Partie war auch die Bereitschaft des Roten Kreuzes aus Jestetten, die unter anderem über Erste Hilfe informierte.

Nicht nur die Fahrzeuge waren zu besichtigen. Bild: Hüfner
Nicht nur die Fahrzeuge waren zu besichtigen. Bild: Hüfner

„Das war mal was anderes“, war ein Kommentar, der verschiedentlich von den Besuchern geäußert wurde. Ebenso beeindruckte die umfangreiche Ausrüstung.

Einige Anregungen von der bislang in der Region eher ungewohnten Art der Präsentation dürften die Vertreter der benachbarten Wehren mit auf den Heimweg genommen haben. Sogar aus Neuhausen a. R. und von der Stützpunktfeuerwehr Weinland kamen Gäste zu der Veranstaltung.

Im kommenden Jahr, so versprach Meier, wird es trotz des Erfolgs keine Wiederholung geben. Sein Team und er hätten bereits wieder eine neue Idee für solch eine öffentliche Veranstaltung.

 

Eindrücke von der Veranstaltung:

© alle Bilder: Manfred Hüfner

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