Iris Meyer (links) von der Besucherbetreuung und Marketingleiterin Gabriele Zipperle (Marketing) vor einer Skulptur von Frank Teufel. Bild: Hüfner
Iris Meyer (links) von der Besucherbetreuung und Marketingleiterin Gabriele Zipperle vor einer Skulptur von Frank Teufel. Bild: Hüfner

Grießen (hüf) Seit einem Jahr gehört die Klettgau-Galerie mit zu den Anlaufstellen für Kunstinteressierte der Region.

Eine der ersten Anlaufstellen, denn hier sind zeitgenössische Arbeiten arrivierter Künstler zu sehen, was bislang eher eine ausgesprochene Seltenheit ist.

Christoph Aerni, Frank Teufel – die aktuelle Präsentation in dem modernen Ausstellungsgebäude direkt neben der Bahnlinie Basel-Konstanz sorgt für Interesse fernab des lokalen Kunstbetriebs.

Gleichzeitig steht die Klettgau-Galerie im Spannungsfeld der gerade eine halbe Autostunde entfernten Metropole Zürich.

Gabriele Zipperle, zuständig für Marketing in dem noch jungen Unternehmen, sieht den dortigen Großflughafen als Pluspunkt.

Die großen Namen sorgen für Aufmerksamkeit. In den Kunstmagazinen ist die Klettgau-Galerie mit ihnen präsent. Stolz zeigt die Marketingfrau die gedruckten Exemplare. Und erzählt, dass Besucher deshalb in den Klettgau anreisen.

Das Ambiente: Reichlich Nordlicht durch die große Fensterfront, in der die vorbeirauschenden Zugkompositionen zu sehen sind. In der Büsche vom Bahndamm das abendliche Sonnenlicht sammeln und eine Einheit mit einem großformatigen Bild von Marta Kucsora eingehen.

Bilder und Skulpturen korrespondieren. Bild: Hüfner
Bilder und Skulpturen korrespondieren. Bild: Hüfner

Daneben die fragilen Teufelschen Steinskulpturen. Ausbalanciert geben sie dem Raum neue lineare Verbindungen, scheinen Bewegung aufzufangen.

Vor dem Gebäude ist die gewichtige mehr als 3,5 Meter hohe Figur den Traktoren ausgesetzt, die auf Anhängern das geerntete Getreide in den Silos der Raiffeisen-Zentralgenossenschaft stapeln, die es hortet, bis irgendwo auf dem Weltmarkt Abnehmer dafür gefunden sind.

Und dann ist da noch gegenüber das Lager des Zigarrenherstellers Villiger. Der hat die exklusiven europäischen Vertriebsrechte für kubanische Havannas. Auf der Fassade des Gebäudes verwittern die Reklamebilder.

Solch Spannungsfeld zieht vorbeifahrende Kunstliebhaber an, die auf ihrer Reise einen Stopp einlegen, weil sie auf die Galerie „am Straßenrand“ aufmerksam werden.

Was die auszeichnet, sind zudem die monatlichen Vernissagen. Üblich ist, dass die ausstellenden Künstlerinnen und Künstler dann mit dabei sind für das Gespräch mit dem Publikum.

Derzeit ist die Galerie jeden Sonntag von 14 bis 17 Uhr für die Öffentlichkeit zu besichtigen. Zudem können weitere Termine vereinbart werden.

Diabas-Skulptur von Ernst Teufel. Bild: Hüfner
Diabas-Skulptur von Ernst Teufel. Bild: Hüfner

Der nächste Anlass ist dann am Freitag, 25. Oktober, die Vernissage von Heiner Meyer. Seine Pop-Art-Arbeiten stehen

dann im Mittelpunkt. Und wie bei der Klettgau-Galerie üblich, „ist der Künstler anwesend“.

 

 

 

 

 

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