Im Alten Schulhaus von Jestetten trafen sich Bürger und Politiker, um mit Thomas Dörflinger über Themen aus der Region zu diskutieren. Bild: Veranstalter
Im Alten Schulhaus von Jestetten trafen sich Bürger und Politiker, um mit Thomas Dörflinger über Themen aus der Region zu diskutieren. Bild: Veranstalter

Von Konrad Schlude, Jestetten

Zu einem „Regionalen Polit-Talk“ hatten die örtliche CDU und der Bundestagsabgeordnete Thomas Dörflinger ins Alte Schulhaus nach Jestetten eingeladen.

Sieben Teilnehmer aus dem Jestetter Zipfel bildeten zusammen mit Dörflinger eine Diskussionsrunde; Der Abgeordnete zeigte sich erfreut darüber, dass es auch junge Teilnehmer gab.

Zunächst wurde in dieser Runde diskutiert, wobei die Beziehung zur Schweiz ein Schwerpunkt war. So berichtete Walter Rehm, dass rund 90 Prozent der Leistungen seiner Firma in die Schweiz gehen würden. Im Gegenzug führte der Altenburger Landwirt Robert Binkert aus, dass er ganz gut ohne die Schweiz auskommen würde.

Das Trauerspiel der Landnahme durch Bauern aus der Schweiz dauere nun schon 20 Jahre, aktuell würden wieder acht Hektar Ackerfläche an Schweizer Bauern abgehen.

Der Jestetter CDU Vorsitzende berichtete über das Konzept des Naturparks Schaffhausen, in dem die deutschen Gemeinden Jestetten und Lottstetten Mitglied sind. Der Naturpark biete die Möglichkeit, dem durch die Grenze eingeengten Jestetter Zipfel mehr Luft zu verschaffen. Auch könne so mehr Dynamik in die Politik gebracht werden.

In der Diskussion mit allen Anwesenden wurde wieder das Thema der Notarztversorgung vorgebracht. Intensiv diskutiert wurde auch die überbordende Bürokratie.

Gemeinderat Lothar Altenburger erwähnte als Beispiel die Viehhaltung: Jede Bewegung einer Kuh über eine Gemarkungsgrenze sei nur mit hohem bürokratischem Aufwand zu bewerkstelligen. Dies gelte auch dann, wenn die Gemarkungsgrenze durch die Gemeinde verlaufe oder die Kuh für einen Tag an eine Viehschau gebracht wird.

Vor Jahren als Maßnahme zur Bekämpfung von BSE eingeführt, überdauert die Maßnahme das Problem. Dörflinger kommentierte das mit dem Hinweis auf den Kreisel in Küssaberg, wir seien „Gefangene der eigenen Perfektion“.

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