Führerstand des verunglückten Thurbo-Zugs. Bild: Hüfner
Führerstand des verunglückten Thurbo-Zugs. Bild: Hüfner

Schaffhausen (PM StA SH/red) 90 Tagessätze zu je 130 Franken (etwa 105 Euro) und eine Buße von 2 000 Franken (etwa 1 600 Euro) muss der Zugführer zahlen, der am 10. Januar das schwere Zugunglück beim Bahnhof Neuhausen verursachte.

Mit dem Strafbefehl verurteilte die Staatsanwaltschaft den 34-jährigen Lokführer wegen fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Störung des Eisenbahnverkehrs.

Ermittlungen des Kriminaltechnischen Dienstes der Polizei Schaffhausen in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Unfalluntersuchungsstelle (SUST) hatten ergeben, dass menschliches Versagen, das heißt das Überfahren eines Rotlichtsignals durch den Lokomotivführer des Thurbozuges, zur Kollision geführt hatte.

Am 10. Januar um 7.34 Uhr war rund einhundert Meter außerhalb des SBB-Bahnhofs Neuhausen am Rheinfall eine Thurbo-Zugskomposition mit einer korrekt entgegen fahrenden S-Bahn-Zugskomposition der SBB kollidiert.

Bei dieser leicht versetzten Frontalkollision wurden 27 Passagiere verletzt. Die beiden Lokomotivführer blieben unverletzt. Es entstand Sachschaden in der Höhe von rund zehn Millionen Franken (rund 8,1 Millionen Euro).

Zur Bergung der Unfallopfer und für die Unfallbearbeitung standen rund 220 Rettungskräfte der Feuerwehr Neuhausen am Rheinfall, des Rettungsdienstes der Spitäler Schaffhausen, des Care Teams Schaffhausen, von Schutz und Rettung Zürich, des Deutschen Rettungsdienstes, der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), der Thurbo AG, der Verkehrsbetriebe Schaffhausen (VBSH) und der Schaffhauser Polizei im Einsatz.

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