Graffiti beim Jestetter Bahnhof. Vielen Bürgern stößt das auf, ebenso wie hinterlassener Müll an den Treffpunkten von Jugendlichen im Ort. Bild: Hüfner
Graffiti beim Jestetter Bahnhof. Vielen Bürgern stößt das auf, ebenso wie hinterlassener Müll an den Treffpunkten von Jugendlichen im Ort. Bild: Hüfner

Jestetten (hüf) „So kann das nicht gehen, die Rathaustreppe, das war Müllhalde pur“, schimpfte Gemeinderat Wolfgang Lauer bei der vergangenen Sitzung im Jestetter Rathaus.

An einem Sonntagmorgen hatte er dort Pappbecher und leere Cola-Dosen und andere Hinterlassenschaften gesehen. „Ich gebe ihnen Recht“, kommentierte Bürgermeisterin Ira Sattler Lauers Wortmeldung.

Bis zu sechs Mal jährlich beauftrage sie Sicherheitsagenturen, um dem nächtlichen Treiben etwas entgegen zu setzen. Jugendliche, junge Erwachsene, so die unausgesprochene Beobachtung, sollen für den hinterlassenen Müll verantwortlich sein.

Als weitere Möglichkeit sieht die Bürgermeisterin, den Unrat rasch aufzusammeln. Dafür müsste dann der Bauhof am Sonntag anrücken. „Das mache ich nicht“, meinte sie.

Raimund Hartmann schlug vor, über das Mitteilungsblatt der Gemeinde über das Thema zu informieren. Das lehnte Sattler jedoch ab. Die Jugendlichen seien einsichtig, so ihre Erfahrung, „aber das hält nicht lange an“. Sie stellte sich auf den Standpunkt „wir haben keine besorgniserregende Zustände“.

Ulrike Hader wies darauf hin, dass viel Müll von Erwachsenen stamme. Dies zeige sich jedes Mal deutlich bei der Dorfputzete.

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