Das Ganztagesangebot der "Schule an der Rheinschleife" in Jestetten ist seit diesem Schuljahr erstmals nutzbar. Bild: Hüfner
Das Ganztagesangebot der „Schule an der Rheinschleife“ in Jestetten ist seit diesem Schuljahr erstmals nutzbar. Bild: Hüfner

Jestetten (hüf) Am Montag startete an der „Schule an der Rheinschleife“ in Jestetten das offene Ganztagesangebot.

Rektor Hans-Dieter Strittmatter stellte jüngst dem Gemeinderat die Neuerungen vor. Demnach beginnt der Schultag ab 7.30 Uhr mit offenem Singen. Unterricht, Große Pause, Unterricht, Bewegungspause, Unterricht und dann ab 12.35 Uhr das Mittagessen im Foyer der Gemeindehalle – so sieht der strukturierte Schulalltag jetzt aus.

Der Nachmittag ist etwas abwechslungsreicher, vielleicht davon abgesehen, dass dienstags und donnerstags noch einmal zwei Schulstunden auf die Kinder warten.

Da ist ab etwa 13 Uhr die „Hausaufgabenzeit“, zu der auch eine Hausaufgabenhilfe angeboten wird. An zwei Tagen wird die Gemeindehalle für Sportangebote geöffnet, hat die Bücherei neue Öffnungszeiten für die Ausleihe und auf dem Schulhof darf gespielt werden.

Der Mittwoch gehört den Arbeitsgemeinschaften. Schulband, Radfahren, Kunst, Sport und „Spiel – Spaß – Bewegung“ mit dem Jugendarbeiter der Gemeinde stehen als Angebote.

Etwas schwieriger war es, den Montag zu füllen, wie Strittmatter einräumt. Italienisch, Musiktheater, Tanz, Tennis, Töpfern und Weihnachtsbasteln, Schach, Natur, Blasmusik mit dem Musikverein Jestetten, Videofilmen, all das wird von vielen externen Kräften abgedeckt. Zwar erhalten sie eine finanzielle Entschädigung, aber dennoch sei das fast eine ehrenamtliche Aufgabe, so der Rektor.

Ein wichtiges Thema war für Bürgermeisterin Ira Sattler die Mittagsverpflegung der Schulinder. Die besteht, wie sie dem Gemeinderat erläuterte, aus Tiefkühlkost, zu der noch ein frischer Salat angerichtet wird.

Ein Heißluftgerät zum Erwärmen, ein Tiefkühler sowie eine Warmhalteeinrichtung hat die Gemeinde dafür angemietet und bezahlt dafür monatlich 169 Euro netto. Untergebracht sind sie in der Küche und den Räumen der Gemeindehalle.

Die Kinder erhalten ihr Essen an der vorhandenen Garderobe von einem Wirtepaar, das ansonsten einen Partyservice betreibt und künftig für 16 Arbeitsstunden wöchentlich von der Gemeinde bezahlt wird.

Wie Sattler betonte, gibt es jeden Tag zwei Menüs für die Kinde, eines davon vegetarisch. In deren Genuss kommen nicht nur die Grund- und Hauptschüler. Außer ihnen essen hier Hortkinder, Realschüler und auch den Lehrkräften steht das Essen offen.

Je Menü verlangt die Gemeinde 3,50 Euro, wobei dies gerade die Aufwendungen für die Essensbeschaffung deckt. Bons sind in der Schule und im Rathaus erhältlich, wobei bis zehn Uhr am Vormittag das Menü gewählt sein muss.

Da das Geschirr der Hallenküche benutzt wird, wird es noch ein Gespräch mit der Wirtegemeinschaft geben, der das gehört. Sattler nannte hier Musikverein, Turnverein, Narrenverein und Sängerbund, mit denen die Gemeinde im kommenden Monat sprechen will.

Advertisements