Ehrungen beim Narrenverein Jestetten (von links): Andrea Frey, Holger Jörns, Daniela Kübler; Katja Schlageter, Boris Hoffmann und Angela Frulio. Bild: Hüfner
Ehrungen beim Narrenverein Jestetten (von links): Andrea Frey, Holger Jörns, Daniela Kübler; Katja Schlageter, Boris Hoffmann und Angela Frulio. Bild: Hüfner

Jestetten (hüf) Alles bleibt beim Alten beim Narrenverein Jestetten. Die Hauptversammlung wollte bei den Teilwahlen für die Vorstandsämter keine Veränderungen.

Obernarr Markus Kettner gab den rund 50 anwesenden Mitgliedern bekannt, dass im kommenden Jahr die Beiträge steigen sollen. Für Aktive sind dann 25,25 Euro vorgesehen, für Jugendliche 11,11 Euro und für Familien 35,35 Euro.

Enthalten sind darin Busfahrten zu auswärtigen Veranstaltungen sowie die Pins. Die Beitragserhöhung muss allerdings noch in einer Hauptversammlung als Satzungsänderung beschlossen werden. Laut Kettner soll die jedoch so geändert werden, dass die Veränderung von Mitgliedsbeiträgen nicht mehr über diesen Weg erfolgt.

Die Vorstandswahlen leitete Ehrenpräsident Rainer Denzel. In offener Abstimmung wurden folgende Amtsinhaber einstimmig bestätigt:
• Malefiz Andreas Prescher
• Oberrebwieb Andrea Frey
• Beisitzer Angela Frulio und Carmen Kettner
• Materialwart Wolfgang Hoffmann
• Suppenkaspar Henry Brückel
• Kassenprüfer Sonja Holzscheiter, Rolf Schucker und Ronald Vogel (Ersatz).

Geehrt wurden bei der 46 Hauptversammlung für 15 Jahre Mitgliedschaft im Narrenverein Jestetten mit dem Orden in Silber:
• Sandra Truzzi (Rebwieber)
• Daniela Kübler (Üle)
• Katja Schlageter (Üle)
• Michi Singer (Düfel)
• Boris Hoffmann (Düfel)

Für 25 Jahre Mitgliedschaft erhielten einen Orden in Gold und eine Urkunde:
• Andrea Frey (Rebwieber)
• Angela Frulio (Rebwieber)
• Holger Jörns (Düfel)
Für sie gab es von Denzel noch Orden der Narrenvereinigung Kleggau und demnächst die dazu gehörige Urkunde.

Kettner listete in seinem Rechenschaftsbericht die vergangenen Veranstaltungen auf. Das waren:
• Seniorennachmittag am 14. Oktober
• Herbstkonvent in Horheim
• Fasnachtsauftakt am 11. November
• Besprechung Wirtevereinigung
• Kleggau-Narrentreffen in Altenburg
• Verkauf der Narrenzeitung
• Fasnacht
• Flohmarkt
• 50-jähriges Bestehen der Düfelsgilde
• Hock auf der Löhr anlässlich Rheinfallfeuerwerk

Hinzu kamen zehn Vorstandssitzungen und weitere Besprechungen.

Malefiz Andreas Prescher berichtete vom Wecken am Schmutzigen Dunschdig, dem Frühstück im „Löwen“, Besuche bei Kindergärten und Schulen, dem Stellen der Vereinsgabel beim Rathaus, dem Besuch im Altenheim, Besuch am Bunten Abend in Dettighofen, Preismaskenball in der Gemeindehalle, Närrischer Gottesdienst und Narrenmarkt Mehlsuppenessen und schließlich der Fasnachtsverbrennung.

Neben ihrem Einsatz an den verschiedenen Vereinsanlässen war die Düfelsgilde an einigen privaten Feiern mit dabei und absolvierte die Vatertagswanderung mit einer Traktorfahrt über Dettighofen bis an den Waldfestplatz in Altenburg. Boris Hoffmann erinnerte daran, wie Ende Juni eine Gruppe am Grümpelturnier in Dettighofen Teil nahm. Im Juli gab es einen Arbeitseinsatz in der „Scheune“ und bei der Hütte in der Au. Höhepunkt war das Fest zum 50-jährigen Bestehen der Düfelsgilde. Aktuell gehören ihr 35 Aktive an, dazu noch zwei Gäste.

Die Rebwieber waren vor gut einem Jahr im Schwarzwald, wie Andrea Frey erzählte, zum Kauf von Strohschuhen. Neben den bereits vom Malefiz aufgeführten Anlässen beteiligten sie sich aktiv am traditionellen Kinderball der Feuerwehr. Zu einer ganz speziellen Veranstaltung wurde das Helferfest im August, das mit Käsefondue und Weihnachtsschmuck statt fand.

Über Tanzproben der Tanzgarde, den Bowling-Ausflug nach Singen a. H., das Kinderschminken am Kinderball der Feuerwehr und das regelmäßige Treffen jeden ersten Mittwoch im Monat in der Narrenverein-Hütte in der Au informierte Üle Ute Brückel.

Den Jungnarren gehören nach Auskunft von Svenja Abend 18 Jugendliche an. Neben den fasnächtlichen aktivitäten unternahmen sie im Juli einen Sommerausflug nach Flaach, zelteten dort und erlebten als großen Höhepunkt das Baden im Rhein.

Mehlsuppenkaspar Henry Brückel hatte schriftlich seinen Bericht vorgelegt, den Christoph Gehring vorlas. Brückel schrieb unter anderem: „Ich wünsche mir für die nächste, 58. Mehlsuppenessen ein prall gefülltes Narrencasino“.

Säckelmeisterin Daniela Singer berichtete von einem positiven Kassenabschluss. Mit dazu beigetragen hat, dass der Besuch des Kleggau-Narrentreffens in Altenburg zu Fuß anstatt mit einem Bus besucht werden konnte. Auch beim Einsammeln von Spenden war der Verein erfolgreicher als im Vorjahr.

Insgesamt gehören ihm 142 Mitglieder an, 64 Aktive und 78 Passive, zu denen noch 18 Jugendliche und vier Ehrenmitglieder hinzu kommen. Die Entlastung der Kassiererin erfolgte einstimmig, nachdem ihr eine ordnungsgemäße Kassenführung attestiert worden war.

Denzel erinnerte an die Gründung des Vereins in Konkurrenz zum Elferrat vor 45 Jahren. „Es ist schon toll, was aus dem Verein geworden ist“, lautete die Bilanz seines Rückblicks.

Veränderungen wird es beim Auftakt am 11.11. geben. Die närrischen Aktivitäten sollen erst am Abend statt finden. Geplant ist laut Kettner ein Besuch bei dem befreundeten Verein in Nienburg an der Saale. Der soll vom 8. bis 10. Februar 2014 statt finden, sofern die Mindest-Teilnehmerzahl von 30 Personen erreicht ist.

Mit den Umbauarbeiten an der Düfels-Scheune beim Alten Schulhaus stehen künftig an Fasnacht zusätzliche sanitäre Räumlichkeiten zur Verfügung. Im Sommer nächsten Jahres ist eine Narrentaufe am Brunnen im „Winkel“ geplant.

Advertisements