Zwei Jahre lang lag dieses Grenzschild auf dem Grund des Rheins bei Altenburg. Bild: Zoll
Zwei Jahre lang lag dieses Grenzschild auf dem Grund des Rheins bei Altenburg. Bild: Zoll

Altenburg (PM Zoll/red) Ein vor über zwei Jahren am Grenzübergang Altenburg-Rheinbrücke gestohlenes Bundeswappen ist vor zwei Wochen im Rhein wieder aufgetaucht. Dies teilte die Pressestelle des Hauptzollamts Singen a. H. jetzt mit.

Ein Angler entdeckte das Schild unweit der Kläranlage Altenburg in rund drei Metern Tiefe im Rhein.  Er meldete seine Entdeckung dem Jestetter Polizeiposten. Dieser informierte das Hauptzollamt Singen über den Fund.

Die Vor-Ort-Besichtigung ergab, dass eine Bergung des Schildes unter Zuhilfenahme eines Bootes aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nicht erfolgversprechend erschien, da das Schild unterhalb des Wehrs auf dem Grund des Rheins lag.

Der Zufall meinte es an diesem Tag gut mit den Zöllnern: Angehörige der Tauchschule Rheinfelden trafen sich für einen Tauchgang an der alten Holzbrücke.

Mitglieder einer Tauchschule aus Rheinfelden mit der geborgenen Tafel. Bild: Zoll
Mitglieder einer Tauchschule aus Rheinfelden mit der geborgenen Tafel. Bild: Zoll

Der verantwortliche Tauchinstruktor der Tauchschule, Gerd Brunner, erklärte sich ganz unbürokratisch bereit, das Schild persönlich aus dem Rhein zu holen.

So konnte das Hoheitszeichen, das durch die Lagerung auf dem Flussgrund leicht ramponiert war, an die Zollverwaltung zurück gegeben werden.

Das Entwenden eines solchen Schildes ist kein Kavaliersdelikt, so die Medienstelle des Zolls. Im vorliegenden Fall handele es sich gemäß Paragraf 243 StGB um einen „besonders schweren Fall von Diebstahl“ und kann mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu zehn Jahren bestraft werden.

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