Familie Hunziker gehörte zu den vielen Gästen des Flugtags. Bild: Liz Brunner-Klaus
Familie Hunziker gehörte zu den vielen Gästen des Flugtags. Bild: Liz Brunner-Klaus

Schmerlat (lbk) Helis, Tante Ju und Zeppelin waren am Samstag die Attraktionen beim „Flüügerfäscht“ auf dem Klettgauer Flugplatz Schmerlat.

Die Kunstfliegerstaffel der Schweizer Armee, das PC-7 Team, war sicher das absolute Highlight des Tages. Bei einer atemberaubenden Vorführung diverser Kunstfiguren, bei denen manche Puah-Rufe unter den Zuschauern zu hören waren, war auch schon der jeweils heikelste Moment beim Nahekommen auf bis vier Meter zweier Flugzeuge vorbei, und die Leute klatschten begeistert Applaus. Schlag auf Schlag folgten äußerst kühne Kunstflug-Figuren.

Danach folgte eine Vorführung des Super Puma Display’s (schwerer Helikopter der Schweizer Armee). Zudem flog eine Junkers Ju52 (Tante Ju) einen Tiefflug und eine North American P51 Mustang.

Modell- und Segelflugakrobatik sowie Modellflugvorführungen waren zu sehen und, die Oldtimerparade zeigte diverse betagte Flieger, die den Anlass anlässlich des Fly-Ins besuchten.

Zwischendurch fanden Motorkunstflugvorführungen statt. Auch Passagierflüge mit Motor- und Segelflugzeugen gehörten mit dazu.

Jaroslav Zuzak, PR-Mann bei der SGS (Segelfluggruppe Schaffhausen), meinte auf die Frage nach einem seiner schönten Flugerlebnisse, das sei der Fönflug in den Alpen, bei Wellenaufwind und mit fantastischer Sicht. Da wird Sauerstoff mitgenommen und die Höhe geht auf 4 000 Meter. Interessant fand er es auch, auf einem Rundflug mit einem Bekannten im Doppelsitzer über den Südschwarzwald Richtung Basel-Feldberg-Ulm-Bodensee unterwegs zu sein.

Die Segelfluggruppe Schaffhausen hat 81 Aktivmitglieder, dazu 38 Ehemalige mit Stimmrecht und 560 Passivmitglieder. Der Verein besitzt acht Segelflugzeuge. Mit dabei ist auch ein ASH 25 Hochleistungsflugzeug. Hinzu kommen zwei Hochleistungsflugzeuge wie die Duo Discus T und die Ventus 2cxt mit Turbomotoren.
Wer im Verein mitmacht, muss sich also kein eigenes Flugzeug leisten, sondern kommt jährlich auf höchstens 3 000 Schweizer Franken. Gute Gesundheit und Mindestalter von 15 Jahren sind Grundanforderungen für einen Neuling.

Ab April bis Mitte September sind Schnupper-Segelflüge möglich zu einem Unkostenbeitrag von 90 Schweizer Franken. Für einen Segelflug müssen jedoch viele Bedingungen zusammenpassen, was nicht immer einfach zu bewerkstelligen ist.
Auf die Frage an Zuzak, wie lange denn die Segelflug-Ausbildung dauert, antwortete er, dass dies ungefähr ein Jahr ist. In dieser Ausbildung sind etwa 80 Flüge, Ausbildungskosten von 4 000 Schweizer Franken für Flugmiete, Schleppkosten und Vereinsbeiträge erforderlich, um zum Brevet zu gelangen. Eine Theorieprüfung und eine praktische Prüfung runden die Ausbildung ab.

Die Fluglehrer arbeiten alle ehrenamtlich, was die Ausbildung stark vergünstigt. Zwei Jahre ist der Ausweis danach gültig und in dieser Zeit ist die Mindestanforderung, um fit zu bleiben beim Segelfliegen, zwölf Stunden mit zwölf Landungen.

 

Bildergalerie vom Samstag

© Liz Brunner-Klaus

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© Hansruedi Widmer

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