glosseJestetten (hüf) Post aus dem Jestetter Rathaus ist in der Flut der Medienmitteilungen, die Hierzuland.Info erhält, eher spärlich. Aber sie fällt auf!

Das hängt weniger mit den Inhalten zusammen, sondern ist eher der Tatsache geschuldet, dass es einigen Aufwand bedarf, sie zu entschlüsseln.

In Zeiten, in denen amerikanische und britische Geheimdienste den Mailverkehr mitlesen, ist Steganografie durchaus angebracht. Unabhängige Experten raten dazu.

Allerdings sollte wenigstens der Empfänger solch einer Nachricht in der Lage sein, den Inhalt wieder in Klartext zu verwandeln.

Die Jestetter Verwaltung bedient sich des Softwareprogramms Win-Mail, wenn sie unsere Redaktion anmailt. Das löst dann jedes Mal einen Vorgang aus, den wir eigentlich eher bei der Recherche brisanter Themen anwenden.

In Foren, Archiven und Wikipedia versuchen wir zu ergründen, wie wir diesmal an die Daten heran kommen. Als hilfreich stellte sich diese Adresse heraus: http://www.winmaildat.com. Hier gibt es online ein Programm, mit dem das Microsoft-Format in verständliche Buchstabenfolgen umgewandelt werden kann.

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Digitaler Fingerabdruck an einem Gebäude in Bad Zurzach. Bild: Hüfner

Die jüngste Mail aus den Rathausgemächern zeigte aber an, dass nun zwei nicht lesbare Dateien hinter der Verschlüsselungsverpackung warten, und die unsere vorhandene Redaktions-Software auf den Prüfstand stellten.

Auch das ließ sich nach einiger Recherche lösen. Für das von uns verwendete Browserprogramm gibt es eine kleine Erweiterung, die bei der Entschlüsselung hilfreiche Dienste leistet.

Jetzt warten wir auf die nächste Mail aus dem Jestetter Rathaus. Wenn das so weiter geht, veröffentlichen wir mit unserem Know-how bald einen Ratgeber „Kryptografie für Dummies“.

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