Etwa 20 Interessierte kamen zur Wahlkampfveranstaltung von Ira Sattler ins Vereinsheim des SV Altenburg. Bild: Hüfner
Etwa 20 Interessierte kamen zur Wahlkampfveranstaltung von Ira Sattler ins Vereinsheim des SV Altenburg. Bild: Hüfner

Altenburg (hüf) Gut 20 Gäste kamen zum Auftakt der Wahlveranstaltungen für die Bürgermeisterwahlen zu Ira Sattler ins Vereinsheim des SV Altenburg.

„Ja gut, ´s isch achti“, startete sie ihren rund halbstündigen Vortrag. Dann gab es Beispiele vom Ausbau der Ortsdurchfahrt Jestetten bis zum Breitbandausbau in Altenburg, mit denen sie eine Bilanz ihrer bisherigen Arbeit als Bürgermeister zog.

Schuldenstand: „Da steht der Haushalt der Gemeinde auf soliden Füßen“. Zentrale Projekte der Zukunft: „Junge Familien bekommen Bauplätze“. Lebensqualität in der Gemeinde: „Die möchte ich nach Kräften fördern“.

Während die Gäste unter freiem Himmel auf der Terrasse Sattler zuhören, das letzte Tageslicht verschwindet, referiert sie über Wirtschaftsförderung und dass Kinder, Jugendliche und Erziehung in den letzten Jahren Priorität in der Gemeinde hatten.

„Ich möchte nicht mehr versprechen, als dass ich halten kann“, meint sie zum Schluss und beschreibt ihre Vorzüge: Fleiß, Verlässlichkeit, Geradlinigkeit.

Dann  kommt die erste Frage. Warum das Feuerwehrgerätehaus so teuer geworden sei. „Die Kostenüberschreitung ist unschön“, hält sie entgegen, der Architekt sei Schuld, erfahren die Anwesenden. Dazu das Gutachten zur Standortfrage, der unwägbare Untergrund. Und zum Schluss ist auch noch „das Gemälde von Herrn Vallböhmer“ dran; das sei „das Beste, aber nicht notwendig“.

Dauerthema Notarztversorgung: Vom Arzt sei er gefragt worden, wo Altenburg liege, berichtet ein Gast über seine Erfahrungen mit dem ärztlichen Bereitschaftsdienst. Oder dass es geheißen habe, „bringen Sie die Person nach Waldshut“. „Das ist der Notdienst“, klärt Sattler auf.

Zum gleichen Themenbereich gehört die Frage, „wie kann man Ärzte gewinnen?“ Dahinter der Wunsch, jüngere Mediziner an den Ort zu bekommen. Sattler verweist auf das neue Ärztehaus. Anfragen von Ärzten, die von der Gemeinde unentgeltlich Praxisräume wünschen, das habe es bereits gegeben.

Aufreger Bahnhofschließung: Die Frequenz der Busverbindung von Altenburg zum Bahnhof Jestetten steht in der Kritik. „Die Frage ist, können wir uns das leisten?“, entgegnet Sattler. Sie berichtet von Statistik, verweist auf die Gespräche und Entscheidungen im Gemeinderat.

Langsam wird es auf der Terrasse kühler. Die Fußballer sind verschwunden. Die Stimmung schlägt um. Es geht mehrfach um Bauplatzpreise in Altenburg, der Vorwurf, jüngere Familien mit Kindern könnten sich den Hausbau im Ort nicht mehr leisten. „Das liegt an Angebot und Nachfrage und an den steigenden Kosten der Erschließung“, erklärt Sattler.

„Ich höre immer nur Jestetten; wir sind hier in Altenburg“, empört sich ein jüngerer Zuhörer. Sattler verweist darauf, dass die Gesamtgemeinde so heißt.

Die Frage nach einem Vereinsheim für Altenburger Vereine folgt. In Jestetten steht das frühere Bahnhofsgebäude zur Debatte. Sattler verspricht den Altenburgern, „Es werden sich in Zukunft Veränderungen auftun“. Weniger Schüler können Platz im Schulhaus nach sich ziehen, bei einer Ersatzbeschaffung für das Altenburger Löschfahrzeug werde das im Gerätehaus in Jestetten untergestellt. Die bisherige Remise stehe dann zur Verfügung.

Fluglärm und ein unfertiger Gehweg sind noch Themen, dann kommt die Frage einer Zuhörerin: „Warum sollte ein Altenburger Bürger Sie wählen?“ „Weil ich mich für die gesamte Gemeinde engagiere“, betont Sattler. „Ich möchte mit meinem Handeln dazu beitragen, dass Jestetten und Altenburg für die Zukunft gerüstet sind“, äußert sie, während die Gespräche an dem langen Tisch zunehmen. 22 Uhr ist durch, viele Stühle inzwischen verwaist.

Advertisements