Der Kuchenverkauf für den "Circus Stella" am Samstag auf dem Jestetter Wochenmarkt. Bild: Steinbeisser
Der Kuchenverkauf für den „Circus Stella“ am Samstag auf dem Jestetter Wochenmarkt. Bild: Steinbeisser

Jestetten (hüf) Pünktlich für das Ferienprogramm der Volkshochschule Jestetten bot der „Circus Stella“ am Samstag auf dem Markt in Jestetten Kaffee und Kuchen an.

Die Marktbesucher freuten sich über die außergewöhnliche Kaffeestube und alle Kuchen fanden zahlende Abnehmer – sehr zur Freude aller Beteiligten.

Denn sie, und eigentlich nicht der Zirkus, die Eltern, die Mütter, hatten im Voraus den Backofen angeworfen, Teig geknetet und somit zur Finanzierung beigetragen, denn ohne solch Engagement wäre es nicht möglich, den eigenen Kindern, dem Nachwuchs, den Akteuren, dieses Erlebnis zu ermöglichen.

Probenszene aus dem Vorjahr. Bild: Veranstalter
Probenszene aus dem Vorjahr. Bild: Veranstalter

Dazu kommen Spenden aus der Bevölkerung und der Geschäftswelt wie dem Gasthaus „Löwen“, dem „Café Zentral“, dem Pizzaservice Holzscheiter, dem Seniorenwohnen und dem Restaurant „Il pavone blu“.

Auf der Wiese hinter der Wohnanlage im Winkel steht seit Sonntag das Zirkuszelt, das mit großem Aufwand seit fast zwei Jahrzehnten dort jeden Feriensommer aufgeschlagen wird. Diesmal dauerte es vier Stunden, bis es unter kräftiger Mithilfe der Väter stand.

Gabriele Steinbeisser beschrieb die Atmosphäre so: „Schon bei den Aufbauarbeiten lernten sich die anwesenden Eltern ein wenig kennen und so entstand aus den langen, langweiligen Wartezeiten, die beim Aufbau eines Zeltes immer wieder entstehen, kurzweilige Gespräche. Es war eine schöne Atmosphäre und überall hörte man neben der doch anstrengender Arbeit fröhliches Gelächter.“

Das Zelt stammt von der Gruppe des „Circus Mumm“ aus Fürth, die in Jestetten den Ferienkindern ein Mitmacherlebnis bietet. Der verwandelt die Wiese hinter dem Seniorenwohnen jedes Mal in ein kleines Dorf auf Zeit.

Gabriela Steinbeisser engagiert sich hier schon lange. Vor fünf Jahren bekam sie dann von Isolde Hauser das Amt der Organisatorin „vererbt“. Zwei ihrer Jungs sind mit dabei, und es zeigt sich, wie der „Circus Stella“ funktioniert. Nicht alleine die Kinder sind während dieser Woche gefordert, sondern ebenso ihre Eltern.

Bewirtung des Publikums vor den Aufführungen, Mithilfe beim Aufbau des Zirkus, Aufsicht unter Tags, Grillen, Beraten, Trösten – das alles gehört für sie mit dazu, denn das Zirkusprojekt ist keine Abgabestelle für Kinder während der Ferienzeit zur Entlastung der Erziehungsberechtigten.

Ein Clown darf beim Zirkus natürlich nicht fehlen. Bild: Veranstalter
Ein Clown darf beim Zirkus natürlich nicht fehlen. Bild: Veranstalter

Geprobt wird täglich von 9 bis etwa 17 Uhr. Dazwischen gibt es das Mittagessen gegen 12 Uhr, das die Gasthäuser spenden. „Jeden Tag sind es 60 Portionen“, so Steinbeisser. Eine ganz erhebliche Unterstützung, findet sie, und dass dies keine Selbstverständlichkeit sei.

Die Generalprobe findet dann diesen Freitag am Nachmittag statt, die Premiere um 19 Uhr mit anschließender Premierenfeier für die Kinder. Die nächste Aufführung ist dann am Samstagabend um 19 Uhr.

Mit dazu gehört dann der ökumenische Gottesdienst am Sonntag um 10.15 Uhr im Zirkuszelt mit der evangelischen Pfarrerin Sibylle Krause und der katholischen Gemeindereferentin Toni Kempf.

Nach der letzten Vorstellung, die um 14.30 Uhr beginnt, wird dann abgebaut. Traditionell helfen die Besucher mit, indem sie die Sitzbänke aus dem Zirkuszelt hinaus tragen. Wenn dann am Montag der Zirkus mit seinem Fuhrpark wieder in Richtung Fürth unterwegs ist, bleiben viele Fotos, ein wenig Sägemehl auf der Wohnparkwiese und unzählige Erinnerungen bei den beteiligten Kindern zurück.

Advertisements