Hungry Wolf liest am Samstag im Altenburger Dorfladen aus seinen Büchern. Bild: Veranstalter
Hungry Wolf liest am Samstag im Altenburger Dorfladen aus seinen Büchern. Bild: Veranstalter

Altenburg (PM/red) Der aus Deutschland stammende naturalisierte Indianer Adolf Gutöhrlein hat Altenburger Wurzeln und lebt seit vielen Jahren bei den Indianern in Kanada.

Seine Eltern wanderten 1954 nach Amerika aus, Wolf verließ dann 1967 die technisch-zivilisierte Welt Kaliforniens in Richtung kanadische Rocky Mountains. Adolf Hungry-Wolf, wie er sich inzwischen nennt, lebt mit seiner Familie als integriertes Mitglied bei den Indianern in Kanada, ist sogar „Sonnenhäuptling“ beim großen Stamm der Schwarzfuß-Indianer.

Er ist seit Langem auch als Schriftsteller erfolgreich und besitzt dort einen eigenen Verlag. Bereits weit mehr als zwei Dutzend Bücher sind von ihm erschienen. Geboren in Heidenheim und in moderner Zivilisation, unter anderem an der Schweizer Grenze, groß geworden, berichtet er als Weißer über das indianische Leben unter Eingeborenen in Kanada, in vorwiegend autobiographischen Texten.

Neben vielen englischsprachigen Bänden, hat Wolf seit Ende der 1970-er-Jahre auch Bücher in deutscher Sprache veröffentlicht, darunter Titel wie „Das Geheimnis des verborgenen Tales“,  „Das Tipi am Rand der großen Wälder“, „Vater Sonne, Mutter Erde – Das Land in dem es immer Sommer ist. Wolf benutzt dabei eine einfache Sprache, die jedoch pädagogisch und literarisch durchdacht ist.

Derzeit besucht er seine Verwandten in Altenburg und wurde vom Genossenschaftsvorstand des Dorfladens spontan eingeladen, eine Lesung während seines Heimataufenthalts zu halten. Die findet am Samstag, 7. September, um 17 Uhr im Dorfladen Altenburg statt und verspricht ein kulturell höchst interessanter Abend zu werden mit kosmopolitischen Aspekten, wenn Wolf hautnah über indianische Kulturen bei den Schwarzfüßen und Bräuchen anderer Stämme fesselnde Geschichten erzählt.

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