Blick zum barocken Hochaltar in der Klosterkirche Rheinau. Bild: Archäologie und Denkmalpflege Kanton Zürich
Blick zum barocken Hochaltar in der Klosterkirche Rheinau. Bild: Archäologie und Denkmalpflege Kanton Zürich

Region Klettgau (PM/red) Die 20. Europäischen Tage des Denkmals am 7. und 8. September stehen dieses Jahr unter dem Titel „Feuer, Licht, Energie“.

Archäologie und Denkmalpflege des Kantons Zürich präsentieren dazu ein vielseitiges Programm. Das Spektrum reicht von experimenteller Archäologie zum Thema Feuer über prächtige Barockbauten bis hin zu einem historischen Kleinkraftwerk oder Bauten aus den 1920-er-Jahren. Alle Führungen im Rahmen der Europäischen Tage des Denkmals sind kostenlos.

Der diesjährige Eröffnungsanlass am 7. September findet in Zürich beim barocken Palais Rechberg statt. Der imposante Bau wird derzeit saniert. Die Besucher können an Führungen im Haus oder Garten teilnehmen und erhalten Einblick in ein Stück Zürcher Baugeschichte, das sich gar nicht zwinglianisch ausnimmt. Damit bietet sich die einmalige Gelegenheit, das Palais zu besichtigen, bevor es an die künftigen Nutzer übergeben wird.

In unmittelbarer Nähe befindet sich der ebenfalls barocke Gartenpavillon des Stockarguts, dessen Restaurierung bevorsteht. An der Führung werden die Ergebnisse der Voruntersuchungen sowie die Geschichte des reizvollen Kleinbaus bei der Universität Zürich vorgestellt.

Kraftwerke in Glattfelden-Zweideln und Ottenbach

In Glattfelden-Zweideln und in Ottenbach gibt es die Möglichkeit, zwei Kraftwerke von ganz unterschiedlichen Dimensionen zu besichtigen. Das Historische Kleinkraftwerk der ehemaligen Seidenweberei in Ottenbach wird heute noch regelmäßig für Vorführungen in Betrieb genommen. Es handelt sich um eines der letzten funktionierenden Kleinkraftwerke im Kanton Zürich, wie es sie Ende des 19. und anfangs des 20. Jahrhunderts bei vielen Fabriken gab. Auch das fertig sanierte Streichwehr in der Reuss kann am Samstag und Sonntag besichtigt werden.

In Glattfelden-Zweidlen steht das ehemals größte Kraftwerk Zürichs. Von den Gebrüdern Pfister 1920 gebaut, ist es heute eine der schönsten Industrieanlangen des Heimatstils in der Schweiz. Bis zum 1. September können sich Interessierte unter der E-Mail-Adresse „are.denkmalpflege@bd.zh.ch“ für diese Führung anmelden.

Geschichte des Feuers in Winterthur

Beim Winterthurer Münzkabinett bietet sich dieses Jahr die Möglichkeit, einen kleinen, archäologischen Park zu besuchen. Die Gruppe ExperimentA zeigt den Besuchern die Geschichte des Feuers anhand von Vorführungen und originalen Artefakten. Die Besucher können bei den Experimenten selbst aktiv werden. Ebenso erhalten sie Einblick in die Herstellung und Prägung von Münzen.

 

Die Klosteranlage Rheinau vom Fluss aus. Bild: Hüfner
Die Klosteranlage Rheinau vom Fluss aus. Bild: Hüfner

Weitere Führungen in Küsnacht und Rheinau

In Küsnacht und Rheinau können zwei Objekte besichtigt werden, die aktuell nach denkmalpflegerischen Grundsätzen saniert werden. In Küsnacht zeigt die Kantonale Denkmalpflege ein Wohnhaus aus dem Jahr 1929 von Lux Guyer, eine der ersten, selbstständigen Schweizer Architektinnen.

Mit viel Aufwand wird zur Zeit die barocke Innenausstattung der Klosterkirche Rheinau restauriert. 2011 stellte man fest, dass sich Teile der Deckenfresken abgelöst hatten. In der Folge wurde ein Konservierungskonzept für das Innere der Kirche erarbeitet, um die wertvolle Ausstattung auch für künftige Generationen zu sichern.

Samstag, 7. September: Führungen und Besichtigungen in Zürich, Winterthur, Glattfelden-Zweideln, Ottenbach, Küsnacht und Rheinau.

Sonntag, 8. September: Vorführungen im historischen Kleinkraftwerk Ottenbach.

Die Programmbroschüre gibt einen Überblick zu allen Veranstaltungen. Sie kann auf der Website der Kantonalen Denkmalpflege (www.denkmalpflege.zh.ch) heruntergeladen werden, ebenso das Programm im Altertümer-Magazin.
Das Programm aller Anlässe in der Schweiz ist unter www.hereinspaziert.ch verfügbar.

Alle Führungen im Rahmen der Europäischen Tage des Denkmals sind kostenlos.

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