Bei der Durchsuchung vor zweieinhalb Wochen waren zahlreiche Zollfahrzeuge rund um die frühere Jestetter Tennishalle zu sehen. Bild: Klaus
Bei der Durchsuchung vor zweieinhalb Wochen waren zahlreiche Zollfahrzeuge rund um die frühere Jestetter Tennishalle zu sehen. Bild: Klaus

Jestetten (hüf) Die Ermittlungen nach der Durchsuchung der früheren Jestetter Tennishalle vor zweieinhalb Wochen laufen. Es geht um den Betrieb der Halle und die Frage, ob die sichergestellten Paintball-Waffen in Deutschland zulässig sind.

„Es ist eine rechtlich komplizierte Angelegenheit“, erklärt Pressesprecherin Silke Jakobi vom Zollfahndungsamt Stuttgart. „Wir haben Hinweise, dass Verstöße gegen das Waffengesetzt vorliegen“, erfuhr Hierzuland.Info von ihr. Zudem sei offen, ob für den Betrieb der Halle eine waffenrechtliche Genehmigung vorliegt. Hier gebe es unterschiedliche Haltungen der Gerichte.

„Die Kollegen haben einige Waffen festgestellt“, so Jakobi. Es komme auf die „Kilojoule-Zahl“ an, ob sie für die Paintball-Spiele überhaupt verwendet werden dürfen. Diese Zahl gibt an, mit welcher Energie die Farbkugeln aus den beim Paintball-Spiel verwendeten Druckluft-Gewehren verschossen werden. Laut der Internet-Enzyklopädie Wikipedia, besteht in Deutschland dafür eine Obergrenze, während es in der Schweiz keine Begrenzung gibt.

Abgeklärt wird von der Zollfahndung derzeit auch, ob der Betreiber alle erforderlichen Genehmigungen für den Betrieb der Paintball-Anlage in der früheren Tennishalle besitzt.

Eine Vorgabe ist die Abschirmung der Spielfelder, so dass keine Farbkugeln nach Außen dringen können. Das Gelände um die Tennishalle ist allerdings offen. An einigen Stellen des Gebäudes sind die typischen Farbflecken zu sehen, die Paintball-Waffen verursachen.

Über die Ergebnisse der Ermittlungen im Zusammenhang mit Schwarzarbeit liegen Jakobi keine Details vor. Dafür sei das Hauptzollamt Singen a. H. zuständig.

 

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