Die Gailtalerin mit dem Erzähler in einer früheren Aufführung. Bild: Uli Fink
Die Gailtalerin mit dem Erzähler in einer früheren Aufführung. Bild: „Auffi-Muasi“

Region Klettgau/Jestetten (hüf) 16 Aufführungen gab es schon, doch der Watzmann ruft noch immer. Diesmal am 4. und 5. Oktober nach Hohentengen, wo das Ensemble „Auffi muasi“ wieder für eine volle Halle sorgen wird.

Karten gibt es noch im Vorverkauf, doch Eile ist geboten, denn viele sind es nicht mehr. Ansonsten heißt es abwarten, bis im kommenden Frühjahr im Mai dann Tengen im Hegau die nächste Station ist, wie Uli Fink verrät.

Der Bassist der „Auffi muasi-Band“ erinnert sich noch daran, als er mit einer anderen Formation Tanzmusik spielte, bei Vereinsanlässen, an Fasnacht. Keinen der Besucher riss es vom Hocker, niemand wollte Tanzen. „Das hat uns zum Nachdenken veranlasst“, und aus einer Bierlaune heraus entstand die Idee, das rustikale Musical aufzuführen.

Fast ein Jahr brauchte es, bis dann im Sommer 2009 die gut 20 Akteure beisammen waren, die seitdem – in unterschiedlicher Besetzung – auf der Bühne stehen. „Bayrisch müssen sie nicht können“, meint Fink zu den gestellten Anforderungen. Eher die, mit anzupacken und durchzuhalten, wenn Requisiten transportiert und aufgebaut werden.

Der Bauer und die Mägde. Bild: Uli Fink
Der Bauer und die Mägde. Bild: „Auffi-Muasi“

Die Liebe zu Österreich, oder zumindest zu Bayern, ist ebenfalls keine Vorbedingung gewesen. Natürlich habe das nichts mit dem Watzmann zu tun, beteuert Fink, aber „ein wesentlicher Teil des Ensembles sind aktive FC Bayern München-Fans“.

Genau so zufällig stieß ein Wiener zu der Truppe, die durch ihn Hilfestellung in der Aussprache bekam. Der hauptsächliche Sprachunterricht fand aber ganz anders statt: „Das Original immer wieder anhören“

Damit das nicht zu eintönig wird, bewegt sich zumindest Fink musikalisch auf verwandtem Terrain. Er nennt als Beispiel Hubert von Goisern, der abseits von irgendwelchen „Stadeln“ traditionelle Volksmusik mit Rock mischt.

„Dadurch, dass wir es zwei Mal im Jahr machen, das ist der Grund, warum wir immer noch Spaß daran haben“, versichert der Bassist. Außerdem wird jedes Jahr ein klein wenig an den Kulissen verändert und am Programm gefeilt. Zusätzliche Stücke wurden mit eingebaut, die von Text und Aussage her passen. Die Gailtalerin singt nun „Mein Erster war der Berg“ von Zabine Kapfinger, einst bei von Goisern dabei.

Das Ensemble von "Auffi muassi". Bild: Uli Fink
Das Ensemble von „Auffi muassi“. Bild: „Auffi-Muasi“

Viel profitiert das Ensemble damit auch das Publikum von einigen Profis. Ein Schreiner, der als Bühnenbauer Erfahrungen besaß, ist mit im Team. Dann ein Regisseur mit Schauspielerfahrung, ein Kulissenmaler und letztlich der Tontechniker.

Damit selbst in den hintersten Winkeln einer Gemeindehalle kein Ton verloren geht, setzen die Watzmann-Macher auf ausgefeilte Tontechnik. Fast unsichtbare Mikrofone gehören genau so mit dazu, wie das aufwändige Ausmischen. Verantwortlich dafür zeichnet sich ein Tontechniker, der ansonsten beim Schweizer Radio arbeitet.

Da wundert es nicht, wenn Hardcore-Fans bislang noch keine der 16 Aufführungen ausließen. Beim letzten Auftritt in Randegg organisierte die Musical-Truppe zwei Busse für je 50 Personen, die sie von Jestetten aus begleiteten.

Nächste Aufführung:

Freitag 4. und Samstag 5. Oktober
20 Uhr
Mehrzweckhalle Hohentengen
Einlass 18 Uhr
Eintritt 12 Euro

Karten im Vorverkauf bei Edeka in Hohentengen oder über die Homepage

 

Mehr Hierzuland.Info:

Der Watzmann ruft nach Randegg

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