Der neue Mannschaftstransporter der Lottstetter Wehr nach der Ankunft. Von links: Bürgermeister Jürgen Link, Betrand Lorenz, Stellvertretender Kommandant, Frank Schlosser (hinten), Thomas Spärndle, (kniend), Mario Kalff (kniend), Stellvertretender Jugendwart, Thomas Kromer und Matthias Stark, Gerätewart. Bild Freiwillige Feuerwehr Lottstetten
Der neue Mannschaftstransporter der Lottstetter Wehr nach der Ankunft. Von links: Bürgermeister Jürgen Link, Betrand Lorenz, Stellvertretender Kommandant, Frank Schlosser (hinten), Thomas Spörndle, (kniend), Mario Kalff (kniend), Stellvertretender Jugendwart, Thomas Kromerm Kommandant, und Matthias Stark, Gerätewart. Bild Freiwillige Feuerwehr Lottstetten

Lottstetten (hüf) Die Freiwillige Feuerwehr Lottstetten freut sich über ihr neues Mannschaftstransportfahrzeug.

Seit Freitag steht es für Einsätze zur Verfügung und bewährte sich bereits am Montag bei einem Ackerbrand.

Bis dahin gab es aber viele Hürden und Verzögerungen, mit denen die Geduld der Freiwilligen Feuerwehr und der Gemeindeverwaltung auf eine harte Probe gestellt wurde.

Die Bestellung des Mannschaftstransporters erfolgte im Mai 2012. Als Fahrgestell wurde ein Ford-Transit ausgewählt, den Aufbau sollte die Firma Schäfer in Oberderdingen (Kreis Karlsruhe) vornehmen.

Vier Wochen von der Türkei nach Deutschland unterwegs

Da Ford in England seine Produktionsstätte gerade schloss, wurde das Fahrgestell in der Türkei hergestellt. Die Auslieferung war für September 2012 geplant, doch Lieferengpässe sorgten für eine Verzögerung um ein Vierteljahr bis in den Dezember hinein.

Als es dann schließlich in Deutschland eintraf, stellte sich heraus, dass ihm das bestellte Hochdach fehlt. Also wartete die Lottstetter Feuerwehr bis zum März, dem neuen von Ford genannten Lieferzeitpunkt.

Das Fahrzeug verließ auch planmäßig Mitte März den türkischen Produktionsort, jedoch nicht wie bis dahin üblich mit einem Lastwagen, was eine Transportdauer von etwa vier bis fünf Tagen bedeutet hätte.

Es nahm den Seeweg nach Kroatien und weiter mit der Bahn in ein Auslieferungslager, von dem aus es eine Spedition zum Ford-Händler brachte. Das dauerte einen weiteren Monat.

Verschollen im Händlernetz

Als das Fahrzeug endlich Mitte April in Deutschland im Zentrallager ankam, wählte es der Hersteller für eine eingehende, etwa eine Woche dauernde, Qualitätskontrolle aus.

Nach deren Abschluss hätte es ganz schnell gehen können, wäre da nicht das von Ford beauftragte Transportunternehmen gewesen. Das stellte das Lottstetter Fahrzeug ganz woanders ab. Bemerkt wurde es erst, als der Feuerwehrausstatter bis Anfang Mai immer noch nicht mit dem Ausbau beginnen konnte.

Die Suche nach dem Verbleib war aber erfolgreich und ab dem 14. Mai lief dann der Einbau der Elektrik. Die letzte Hürde war schließlich die Heckwarnbeklebung. Für sie musste der TÜV eine Ausnahmegenehmigung erteilen und die ist in die Fahrzeugpapiere einzutragen.

Endlich in Lottstetten angekommen

Am vergangenen Freitag war dann bei der Firma Schäfer in Oberderdingen die Fahrzeugübergabe. Von 10 bis 11.30 Uhr erfolgte ein Fahrzeugcheck. Kurz nach 16 Uhr trafen Thomas Spörndle, Mario Kalff, Gerätewart Mathias Stark, der Stellvertretende Kommandant Bertrand Lorenz, und Kommandant Thomas Kromer mit dem brandneuen Mannschaftstransporter in Lottstetten ein.

Ein Empfangskomitee, darunter Bürgermeister Jürgen Link, nahm das neue Feuerwehrauto in Augenschein, bis es schließlich im Feuerwehrgerätehaus seinen Platz zugewiesen bekam.

 

Technische Daten Mannschaftstransportfahrzeug:

• Analog dem künftigen Funkrufnamen „Florian Lottstetten 1/19“ erhielt es das Fahrzeugkennzeichen „WT-LO 119“.
• Baujahr:• 2013
• Erstzulassung: 26.07.2013
• Fahrgestell: FORD, 4-Zylinder, 140 PS, Turbo-Common-Rail Turbo-Diesel
• Aufbau: Martin Schäfer, Oberderdingen-Flehingen

Fahrzeugausstattung:

• Umfeldbeleuchtung seitlich und am Fahrzeugheck
• Zentrales Ladegerät, versorgt Batterie, Ladedocks, Funkgeräte, Handscheinwerfer und andere 12 Volt-betriebene Versorgungsgeräte
• Doppelblitz-Warnanlage, Frontblitzer
• 4 Handscheinwerfer
• 4 Winkerkellen
• 4 Triopan-Warndreiecke
• Warnbalkensystem vorne mit Sirene, deutsche Tonqualität mit Stadt/Land-Umschaltung; Sprachdurchsage über Mikrophon; integrierter Lautsprecher 100 Watt
• Warnbalkensystem hinten mit 6 gelben LED-Modulen, 2 x blauen LED-Modulen sowie darin integriert 2 Arbeitsleuchten als Umfeldbeleuchtung
• Multifunktionale Funkantenne für Breitband und Digitalfunk
• Klappbarer Funktisch
• 1 „4m-BOS“- Funkgerät mit FMS mit Zweitbesprechungsteil am Funktisch; bereits vorgerüstet für Digitalfunk
• 1 „2m-BOS“-Funkgerät sowie 3 „2m-BOS“-Handfunksprechgeräte
• Mobil-Telefon
• Trennwand als Regalteiler hinter der dritten Sitzbank mit 3 Regalebenen
• Weißes Magnetfeld als Flipchart an rechter Hecktüre (innen) angebracht
• Feuerlöscher
• Feuerwehrverbandskasten
• 2 Warnblinkleuchten
• 4 Kunststoff-Geräteboxen im Fahrzeugheck zur Lagerung von Kleinteilen

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Ackerbrand schnell gelöscht

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