Gemeinsames Essen für den Erhalt der Landschaft. Die Freiburger Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer (links) beim "Brunch auf dem Bauernhof". Bild: Hüfner
Gemeinsames Essen für den Erhalt der Landschaft. Die Freiburger Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer (links) beim „Brunch auf dem Bauernhof“. Bild: Hüfner

Region Klettgau (hüf) Was bringt ein Naturpark der Region? Ein Beispiel dafür ist die Aktion „Brunch auf dem Bauernhof“.

Die veranstaltete der Naturpark Südschwarzwald am Sonntag und rief dabei ein breites Echo hervor. 1999 mit nicht wenig Widerstand aus der Taufe gehoben, gehört er mittlerweile zu den größten derartigen Einrichtungen in Deutschland. Noch immer gibt es Gemeinden, die in das Gebiet aufgenommen werden wollen.

Die Region Klettgau wäre darin wohl nicht besonders gut unterzubringen, hebt sie sich doch durch ihre geografische Struktur und die Zusammensetzung der Interessen von dem Gebilde ab, das vom Hochrhein bis in den Landkreis Emmendingen reicht, das fast die Hälfte Badens umfasst.

Dennoch zeigt die Entwicklung, wie eine ganze Region von der Marke „Naturpark“ profitieren kann. Beim „Brunch auf dem Bauernhof“ beteiligten sich 18 Höfe zwischen Schonach und Albbruck an der Aktion.

Mehr als 3 500 Gäste, selbst aus der benachbarten Schweiz, kamen am Sonntag zu ihnen, um dort vom frischgebackenen Holzofenbrot über selbstgemachten Käse bis hin zu Fleisch- und Wurstwaren das zu genießen, was häufig auch über den Hofladen direkt vermarktet wird.

Es war eine Werbeaktion für die eigene Kreativität, für die Vielfalt der Region, den Erhalt kleinbäuerlicher Strukturen und der Landschaft, in der Erzeuger wie Gäste daheim sind.

„Landschaftspflege mit Messer und Gabel“ lautet hier das Motto, mit dem die unterschiedlichsten Interessenten zusammen finden. Erfolgreich, wie die politischen Vertreter bei der Zentralveranstaltung im Hotzenwald in Görwihl versicherten.

Dort stellte Bärbel Schäfer, die als Regierungspräsidentin für den südbadischen Raum zuständig ist, fest: „Stadt und Land, Hand in Hand, anders geht es nicht.“ Als Beispiel nannte sie die Energiewende, für die der Ländliche Raum ist absolut erforderlich sei.

Auch der Vertreter der Bauern, Werner Räpple, sieht im Ländlichen Raum die Kulturlandschaft, Natur und Biodiversität. Dennoch steht für ihn fest: „Man soll die Landwirtschaft nicht nur als Idylle sehen, wir müssen ihn als Wirtschaftsfaktor sehen“.

Deutlich wird in den Äußerungen, wie wichtig nach wie vor die Arbeit der Bauern ist, aber genau so die Bemühungen, die Menschen hier nicht nur zu halten, weil sonst „die Dörfer sterben“, sondern ihnen Optionen zu ermöglichen.

Auch Alphornklänge gehörten bei der Veranstaltung im Hotzenwald mit dazu. Bild: Hüfner
Auch Alphornklänge gehörten bei der Veranstaltung im Hotzenwald mit dazu. Bild: Hüfner

Beim „Brunch auf dem Bauernhof“ gab es Gelegenheit, darüber zu sprechen, es zu erleben und zu schmecken. Das ist aber nur eine Möglichkeit, auf die Stärken ländlicher Regionen hinzuweisen.

Der Naturpark Südschwarzwald hat in den mehr als 15 Jahren seiner Entstehungsgeschichte viele Aktivitäten entfaltet. Nicht alle sind ganz von selbst entstanden. So geht die „Käseroute“ auf eine Exkursion in den Bregenzer Wald zurück.

Auch der Regionale Naturpark Schaffhausen kann so zu einer eigenständigen Marke werden. Beim Geschäftsführer aus dem Südschwarzwald, Roland Schöttle, steht ein Besuchstermin in der Region Klettgau bereits in der Agenda.

 

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