Das Wohnhaus in Altenburg wenige Stunden nach Ende der Löscharbeiten. Bild: Gerry Klaus
Das Wohnhaus in Altenburg wenige Stunden nach Ende der Löscharbeiten. Bild: Gerry Klaus

Altenburg/Waldshut-Tiengen (hüf) Am Landgericht Waldshut-Tiengen werden derzeit die Folgen des Brandes in der Dorfmitte von Altenburg behandelt.

In der Nacht vom 2. auf den 3. Februar dieses Jahres war die Feuerwehr zu einem Wohnhausbrand gerufen worden. Nur wenig fehlte, und ein Hausbewohner wäre in dem Feuer umgekommen. Insgesamt drei Wohnung in dem Gebäude verwüstete das Feuer teilweise oder ganz.

Nun hat das Schwurgericht in Waldshut-Tiengen unter Vorsitz von Richter Eugen Endress darüber zu entscheiden, ob ein 27-Jähriger deshalb in der forensischen Psychiatrie untergebracht werden soll.

Das Schwurgericht setzt sich aus drei Berufsrichtern und zwei ehrenamtlichen Schöffen zusammen. Es ist für Mord und Totschlagsdelikte zuständig mit Ausnahme der fahrlässigen Tötung. Sein Beschluss kann vor dem Bundesgerichtshof als nächste Instanz angefochten werden.

Im vorliegenden Fall geht es um die Unterbringung des Beschuldigten in der forensischen Psychiatrie. Über die Anordnung dazu wird das Schwurgericht zu entscheiden haben. Voraussetzung dazu ist die Schuldunfähigkeit des Beschuldigten. Das Hauptverfahren wurde am 12. Juli eröffnet. Laut Endress kommt hier der Tatbestand Mord in Betracht.

Die Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen wirft dem 27-Jährigen versuchten Mord in Tateinheit mit vorsätzlicher besonders schwerer Brandstiftung vor. Rechtswidrig, aber schuldlos handelnd, habe er einen Menschen töten und das Haus in Brand setzen wollen. Daher sei der Beschuldigte in der Psychiatrie unterzubringen. Dieser Beschluss muss in bestimmten Zeitabständen überprüft werden. Seit dem 4. Februar befindet er sich zwangsweise in einem psychiatrischen Zentrum. Bei der Polizei und vor Gericht räumte der 27-Jährige, der von Rechtsanwalt Urs Gronenberg vertreten wird, die Brandstiftung ein.

Laut Staatsanwalt Thomas Metzler entstand alleine der Hauseigentümerin ein Schaden von 120 000 Euro. Die Schadenssumme liege bei den beiden Mitbewohnern bei insgesamt 37 000 Euro.

Das Verfahren wird am kommenden Montag am Landgericht Waldshut-Tiengen fortgesetzt.

 

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