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Erstmals wurde nun auch auf deutscher Seite ein Pferd verletzt, nachdem die Serie bislang auf den Schweizer Klettgau beschränkt blieb. Bild: Hüfner

Lottstetten/Region Klettgau (hüf) Erneut wurde in der Region Klettgau ein Pferd verletzt. Damit sind inzwischen sieben Fälle bekannt.

Diesmal war in Lottstetten ein sechs Jahre alter Wallach das Opfer, wie die Polizeidirektion Waldshut-Tiengen in einer Medienmitteilung berichtet. Der Vorfall ereignete sich bereits in der Nacht von Freitag auf Samstag.

Es sei mit einem scharfem Gegenstand in den Bauchbereich geschnitten worden, beschreibt die Polizei die zugefügten Wunden.

Das Tier war als Pensionspferd in einer Reitanlage in der Feldwiesenstraße in Lottstetten untergestellt und befand sich in der Nacht von Freitag (21 Uhr) auf Samstag (6 Uhr) auf der Weide.

Ähnliche Vorkommnisse sind bislang aus dem Schweizerischen Klettgau bekannt. Am vergangenen Donnerstag trat die Polizei Schaffhausen erstmals mit Informationen an die Öffentlichkeit. Da war ein Tag zuvor bei Schleitheim ebenfalls ein Wallach auf der Weide verletzt worden. Bei ihren Ermittlungen stieß sie auf weitere Fälle von Pferdequälerei.

Im Kreis Waldshut liegt der letzte Fall, bei dem ein Pferd absichtlich verletzt wurde, weit zurück. Pressesprecher Hans Stenzel bei der Polizeidirektion Waldshut-Tiengen kann sich nicht mehr an den genauen Zeitpunkt erinnern: „Das war ganz früher“.

Bis jetzt sei Lottstetten „der einzige Fall, den wir auf deutschem Gebiet haben“. Allerdings verweist er auf eine Serie im Freiburger Raum, der ihm aber nur aus den Medien bekannt sei.

Im Juli wurden Immer wieder Pferde in der Region von Unbekannten verletzt. Bild: Hüfner
Im Juli wurden Immer wieder Pferde in der Region von Unbekannten verletzt. Bild: Hüfner

Von dem Vorfall in Lottstetten erfuhr Stenzel einerseits durch die Anzeige beim Polizeiposten Jestetten. Zudem meldete sich bei ihm der Pressesprecher der Polizei Schaffhausen, der schon über den Vorfall auf der anderen Seite der Grenze unterrichtet war.

Über die Motive oder gar Personengruppe, die für diese Form der Tierquälerei verantwortlich sein könnte, äußert sich Stenzel nicht: „Da müsste man einen Profiler fragen“.

Die Ermittlungen übernimmt die Polizeihundestaffel der Verkehrspolizei. Sie bittet um telefonische Mitteilung verdächtiger Wahrnehmungen unter 07751/89360 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle.

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