Diese Kinder sind den gemeindlichen Betreuungsangeboten bereits entwachsen. Bild: Hüfner
Diese Kinder sind den gemeindlichen Betreuungsangeboten mittlerweile bereits entwachsen. Bild: Hüfner

Jestetten (hüf) Jestetten wartet auf die Eröffnung des neuen Homberg-Kindergartens. Erst dann wird es von der Gemeinde ein Betreuungsangebot geben.

Kürzlich erhielten Eltern von Kindern, die unter sechs Jahre alt sind, Post aus dem Jestetter Rathaus. 165 sind das in Jestetten, 57 in Altenburg. Damit wollte die Verwaltung heraus bekommen, was für ein Betreuungsangebot sich die Eltern für ihren Nachwuchs wünschen.

Allerdings klaffen Angebot und Wünsche manchmal ganz erheblich auseinander. Das jedenfalls berichtete Bürgermeisterin Ira Sattler dem Gemeinderat. Sechs Tage die Woche und bis 22 Uhr, sei schon bei ihr vorgetragen worden. Das entspricht der Arbeitszeit einer Krankenschwester. Für Sattler ist da aber nicht die Gemeinde, sondern der Arbeitgeber in der Pflicht. Eine Rund-um-die Uhr-Betreuung, das kommt für sie nicht in Frage. Und setzt hinzu: „Wir wollen keine Angebote installieren, die nicht gebraucht werden“.

Gebraucht werden auf jeden Fall Plätze für Zweijährige in Altenburg. Dort sind für den „Wunderfitz“ zu viele angemeldet. Nicht nur, dass die Verwaltung dort von einer zeitweiligen Überbelegung ausgeht. Sie wird dadurch aufgefangen, dass die Eltern ihre Kinder in die Einrichtungen nach Jestetten bringen müssen.

Im „Kunterbunt“ werden deshalb Altenburger Kinder bevorzugt behandelt. Es gibt nämlich noch Schweizer Kinder, die Großeltern in Altenburg haben. Und die rangieren dann noch weiter hinten.

Entspannt hat sich die Lage beim Waldkindergarten. Der ist zwar nach den Sommerferien wieder voll. Doch laut Sattler werden dort Kinder von den Eltern wieder von der Warteliste genommen. Das liege daran, dass erst Dreijährige aufgenommen werden, die Eltern aber schon früher ein Betreuungsangebot in einer anderen Einrichtung Anspruch nehmen. Da bleiben sie dann weiter, denn die Eltern würden einen Wechsel in den Waldkindergarten nicht mehr wollen.

Nachfrage besteht in Altenburg nach einem Mittagessen für die Kinder, das dort jedoch nicht angeboten wird, berichtete die Bürgermeisterin. Das steht in Zusammenhang mit dem tendenziellen Wunsch nach einer Betreuung von morgens bis um 16 Uhr, weiß Gemeinderätin Irmgard Bäumle. „Da werden wir uns noch im Gemeinderat darüber unterhalten müssen“, kommentierte Sattler. Das seien nicht nur Wünsche der Eltern, sondern erklärte Politik. Die setze sich dann fort in dem Ausbau der Grundschule als Ganztagesschule.

Nach dem Ende der Sommerferien wird die Gemeinde jetzt erst einmal in Altenburg 44 Plätze im Kindergarten „Wunderfitz bereit stellen. In Jestetten im Kindergarten „Kunterbunt^“ sind es 81, im Kindergarten „Homberg“ 74 und im Waldkindergarten werden 20 Plätze bereit gestellt. Der Gemeinderat nahm diese Planung der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis.

 

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