Vom Zoll beschlagnahmte Sportschuhe. Bild: Hauptzollamt Singen a.H.
Vom Zoll beschlagnahmte Sportschuhe. Bild: Hauptzollamt Singen a.H.

Region Klettgau (hüf) An die 50 Paar Sportschuhen eines bekannten amerikanischen Unternehmens beschlagnahmten Zöllner innerhalb der letzten zwei Monate. Sie waren allesamt neutral verpackt an Empfänger im Südwesten Deutschlands verschickt worden.

Zöllner des Zollamts Deißlingen (Kreis Rottweil) haben in den vergangenen acht Wochen zahlreiche Postsendungen mit gefälschten Sportschuhen entdeckt. Dort gehen Postsendungen aus Nicht-EU-Ländern ein und werden per Röntgenanlage kontrolliert.

Hierbei soll festgestellt werden, ob der Inhalt der Pakete im Rahmen des Versandes korrekt angegeben worden ist – oder wie in den vorliegenden Fällen eben nicht. Denn die chinesischen Versender gaben vorsichtshalber erst gar nichts über den Inhalt ihrer Lieferungen an.

Die Postsendungen mit insgesamt rund 50 Paar Sportschuhen waren allesamt neutral verpackt und für Empfänger im Südwesten Deutschlands bestimmt.

Nach Kontaktaufnahme mit dem Markenrechtsinhaber der Sportschuhe stellte sich schnell heraus, dass es sich durchweg um Fälschungen handelte. Die Schuhe wurden durch den Zoll beschlagnahmt. Der Rechteinhaber wird voraussichtlich die Vernichtung der Plagiate anordnen.

Den potentiellen Käufern wird auf den Internetseiten suggeriert, sich auf einer deutschen oder EU-Webseite zu befinden.

Was fehlt, sind üblicherweise eine vollständige Postadresse samt Telefon- beziehungsweise Faxnummer. Dazu kommen häufig zahlreiche Rechtschreibfehler, warnt der Zoll.

Allerdings bedeutet die Beschlagnahme durch den Zoll noch lange nicht, dass von den Produkten eine unmittelbare Gefahr für die Verbraucher ausgeht. Im konkreten Fall war es alleine die Markenrechtsverletzung, die zum Einschreiten der Behörde führte.

Viele Unternehmen lassen in den ostasiatischen Ländern unter ihrem Label fertigen. Ist der Auftrag abgewickelt, ist das Know-how weiter vorhanden und wird unter anderem dazu genutzt, die Produktion fortzuführen.

Einschlägige Portale im Internet bieten einen guten Einblick, welche Produkte in Billiglohnländern von den großen Marken im Auftrag hergestellt werden. Sogar Preisangaben sind vorhanden, die einen Einblick in die nicht unerheblichen Gewinnspannen geben.

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