Erster Schnee auf dem Hotzenwald von Egon Arno Bräunlich. Bild: Landratsamt Waldshut
Erster Schnee auf dem Hotzenwald von Egon Arno Bräunlich. Bild: Landratsamt Waldshut

Region Klettgau (PM LRA/hüf) Das Kulturamt des Landkreises Waldshut zeigt im Museum St. Blasien vom 10. Juli an Werke aus dem Nachlass von Egon Arno Bräunlich. Die Ausstellung ist von Dienstag bis Sonntag jeweils von 14.30 bis 17 Uhr zu besichtigen.

Landrat Tilman Bollacher freut sich, auch als Vorsitzender der Bräunlich-Bieser-Stiftung, „dass wieder einmal Werke von Egon Bräunlich öffentlich zugänglich sind“. Als Waldshut-Tiengener Künstler sei Egon Bräunlich nach wie vor ein integraler Bestandteil der Kulturszene des Hochrheins und des Südschwarzwalds.

Immer wieder habe Egon Arno Bräunlich seine Werke gerade auch in der Region gezeigt, so etwa in Bad Säckingen, Bad Zurzach, Bernau, Bonndorf und Waldshut-Tiengen.

Kulturreferent Jürgen Glocker sagte, Egon Arno Bräunlich habe sich mit zahlreichen malerischen Sujets beschäftigt: mit der Landschaft, mit Stadtansichten, mit Porträts und auch mit abstrakten Studien. Immer jedoch sei sein Stil unverkennbar.

Die St. Blasier Ausstellung, die sich aus den Beständen der Bräunlich-Bieser- Stiftung speist, vermittelt einen guten Überblick über Bräunlichs Schaffen, heißt es in der Medienmitteilung der Behörde.

Besondere Erwähnung verdiene ein Porträt von Trudel Bräunlich aus dem Jahr 1949, das im Vorfeld dieser Ausstellung restauriert wurde. Beeindruckend seien aber gerade auch die Landschaften, die sich keineswegs in bloßem Realismus erschöpften, so detailgenau sie auch gemalt seien.

Glocker sagte, da Egon Bräunlich keine Bilder verkauft habe, sei sein Werk heute vom Kunstmarkt praktisch verschwunden. Umso wichtiger sei es, an Egon Arno Bräunlich zu erinnern. Dieser Aufgabe widmeten sich die Bräunlich-Bieser-Stiftung und der Landkreis Waldshut, der den künstlerischen Nachlass Bräunlichs betreut.

Bräunlich wurde 1919 in München als Sohn einer Wiener Malerin geboren und studierte Bildende Kunst in München und anschließend in Karlsruhe. Außerdem studierte er an der Universität Freiburg/Breisgau Pharmazie.

Zahlreiche Studienaufenthalte in fünf Kontinenten beeinflussten seine Arbeit als Maler. Gemeinsam mit seiner Frau errichtete er die Bräunlich-Bieser-Stiftung zur Förderung der Bildenden Kunst im Alemannischen Raum. Bräunlich starb im Jahr 2001.

 

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