Zwischen den beiden bestehenden Urnenwänden auf dem Friedhof Altenburg wird eine weitere Wand errichtet. Bild: Hüfner
Zwischen den beiden bestehenden Urnenwänden auf dem Friedhof Altenburg wird eine weitere Wand errichtet. Bild: Hüfner

Altenburg (hüf) Der Friedhof in Altenburg bekommt eine dritte Urnenwand. Damit ist die konzeptionelle Erweiterungsmöglichkeit in Richtung Sportplatz erst einmal vom Tisch.

Der Antrag von Lothar Altenburger, der bereits in der Sitzung des Gemeinderats vor zwei Wochen den architektonischen Abschluss der vorhandenen Urnenwände forderte, stieß auf breite Unterstützung.

13 Gemeinderäte stimmten dafür. Lediglich Konrad Schlude war damit nicht einverstanden. Bürgermeisterin Ira Sattler enthielt sich bei der Abstimmung.

Voraus gegangen war eine Besichtigung vor Ort. „Es ist unstrittig, wir brauchen eine weitere Urnenwand am Friedhof in Altenburg“, leitete Sattler gestern die Beratung ein. Was folgte, war die Zustimmung zu einer weiteren Urnenwand, um diese Form der Bestattung fortzuführen. Damit ging jedoch die Überzeugung einher, dass diese ausreicht, den Bedarf abzudecken.

Mehr noch. Mitglieder des Gemeinderats nannten Beispiele, welche Formen der Bestattung künftig nachgefragt werden könnten. Eine Urnenwand ist dafür nicht notwendig.

Henry Brückel nannte hier ein Gemeinschaftsgrab für Urnenbestattungen, an dem auf Wunsch Name und Daten des Verstorbenen mit einem dezenten Täfelchen angebracht werden. Gleichzeitig könnten hier anonyme Bestattungen erfolgen.

Ebenso war angesprochen worden, reine Erdbestattungen zu ermöglichen, bei denen darüber eine Rasenfläche angelegt wird, die dann die Gemeinde pflegt. Laut Sattler sei dieser Vorschlag „aus der Mitte der Bevölkerung“ an sie heran getragen worden.

„Es ist ein Sättigungsgefühl bei Urnenwandanlagen vorhanden“, stellte Sattler schließlich fest. Sie könne mit dem Vorschlag von Altenburger leben. Auf die Reservefläche für die Friedhofserweiterung, die der Gemeinde gehöre, will sie aber nicht verzichten. Völlig ausgeschlossen sei eine Friedhofserweiterung damit nicht. Durch den Verzicht auf die Offenhaltung für eine erneute Erweiterung spart die Gemeinde jetzt zumindest 25 000 Euro, die vor allem für Pflasterarbeiten vorgesehen waren.

Offen bleibt aber, was mit der Gerätegarage am Friedhof geschieht. In der Sitzung des Gemeinderats war deren Abriss im Gespräch, um dort neue Urnenfelder anzulegen.

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