Einwohner von Rheinau (Kanton Zürich) und aus der Nachbarschaft bei einer Aktion zum Erhalt ihres Bades. Bild: Verein "Badi Rheinau"
Einwohner von Rheinau (Kanton Zürich) und aus der Nachbarschaft bei einer Aktion zum Erhalt ihres Bades. Bild: Verein „Badi Rheinau“

Jestetten/Rheinau (hüf) Die Rheinauer „Badi“ wird jetzt doch nicht geschlossen und abgerissen. Das teilte der Verein zum Erhalt des Bades heute mit.

Die Genossenschaft „Aquarina“ wird den Betrieb des Hallen- und Freibades Rheinau von der Gemeinde nun im Mai 2014 übernehmen.

In den vergangenen Tagen waren Unterstützer unterwegs, um weitere Sponsoren zu gewinnen. Mit deren Hilfe sollte das Defizit aufgefangen werden, das zuletzt auf jährlich 40 000 Schweizer Franken (rund 32 500 Euro) beziffert wurde.

Der Entscheid zur Schließung vor gut zwei Wochen sorgte in der Öffentlichkeit nach Angaben des Vereins für eine breite Solidaritätswelle.

Mehrere Rheinauer Privatpersonen erklärten sich daraufhin bereit, während drei Jahren das Defizit zu decken. „Zahlreiche weitere Spenden- und Sponsoringzusagen machen es möglich, nötige Investitionen zu tätigen und die Kapitaldecke zu stärken“, heißt es vom Verein.

Die Aussichten für einen Betrieb über die drei Jahre hinaus schätzt er positiv ein. „Wir freuen uns riesig über diesen Durchbruch“, erklärte Vereinspräsident Andrea Braun am Freitag. „Jetzt müssen wir die Herausforderung meistern, ‘Aquarina’ wirtschaftlich erfolgreich zu betreiben“.

Innerhalb der nächsten zwei Wochen soll die Genossenschaft „Aquarina“ gegründet werden. Dafür ist die Ausgabe von Anteilsscheinen zu je 500 Euro vorgesehen.

Jestettens Bürgermeisterin Ira Sattler berichtete in der Sitzung des Gemeinderats, dass bei ihr am Donnerstag eine Gruppe von Bürgern wegen der „Badi“ vorgesprochen hätte. „Ich weiß nicht, wofür dieses Defizit ist“, meinte Sattler zu den 40 000 Schweizer Franken. Sie erinnerte daran, dass sie bereits bei einer früheren Anfrage des Vereins, eine finanzielle Unterstützung abgelehnt hatte.

„Ich mache mich da schlau“, versprach sie und dass sie den Gemeinderat informieren werde, sollte es neue Erkenntnisse geben.

 

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