Stolz zeigen die Mitglieder der Jestetter Modellfluggruppe ihre Flieger. Bild: Hüfner
Stolz zeigen die Mitglieder der Jestetter Modellfluggruppe ihre Flieger. Bild: Hüfner

Jestetten (hüf) Mit der Sicherheit an einem Fluggelände musste sich kürzlich der Gemeinderat Jestetten befassen.

Weder Airbus, Boing, noch Cessna landen auf dem Flugplatz, der linker Hand auf dem Weg aus Jestetten in den Baltersweiler Wald liegt.

Es waren in den Anfangszeiten der „Kleine Uhu“, später die Spitzenmodelle, die vor allem in einem örtlichen Spielwarengeschäft verkauft wurden und die Modellflugbegeisterte in den heimischen Wänden in unzähligen Stunden zusammen bauten.

Was mit eher harmloser Mechanik und Funksteuerung begann, so der heutige Eindruck, ist inzwischen zu einem hochtechnischen Hobby geworden.

Motoren, die Rasenmäherantriebe in den Schatten stellen, Datenübertragung, wie sie eher im Computerbereich zu finden sind, dazu Spannweiten, die landwirtschaftliche Maschinen fast übertreffen, das gibt es inzwischen auf dem Gelände zu bestaunen.

Der neueste Trend: Drohnen, mit denen bequem vom Boden aus Filme gedreht werden können. Filme von Gelände, Gebäuden und sogar Personen in Objektivreichweite.

All das gehört zum Flugpark der Mitglieder der Modellfluggruppe Jestetten, die in der Natur vor Jestettens Ortseingang ihren Start- und Landeplatz besitzt.

Längst sind Behörden aufmerksam geworden, die Regeln aufgestellt haben. Zum Beispiel, dass die Piloten an Funk- und Computersteuerung geschützt werden müssen. Und zwar vor ihren eigenen Flugobjekten.

Das Gelände, auf dem der 2,5 Meter hohe Zaun errichtet werden soll. Bild: Hüfner
Das Gelände, auf dem der 2,5 Meter hohe Zaun errichtet werden soll. Bild: Hüfner

Die Modellfluggruppe Jestetten reichte deshalb einen Bauantrag ein. Sie muss, so erklärte Bürgermeisterin Ira Sattler dem Gemeinderat, einen 2,5 Meter hohen Fangzaun aufstellen, der die Piloten vor den motorisierten Modellfluggeräten schützt, sollten die ihnen zu nahe kommen.

„Der Verein macht das nicht aus Jux und Tollerei“, betonte die Bürgermeisterin, als sie den Bauantrag dem Gremium vorstellte. Damit sind Poloten und Zuschauer aber erst vor den meisten Motorfliegern besser geschützt.

Was im öffentlichen Regelwerk noch keine Berücksichtigung findet, sind die gerade aufkommenden Drohnen, die mit leerem Akku wie ein Stein aus luftiger Höhe fallen würden.

Die Jestetter Modellflieger können sich da recht entspannt zurück lehnen, denn ein Teil der Anlage ist überdacht. Ausreichen mag der Holzüberstand in der Praxis durchaus. Aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Gemeinderat auch dazu wieder eine Entscheidung treffen soll. Diesmal stimmte jedenfalls ohne Kommentar er dem 2,5 Meter hohen Zaun zu.

Mehr Hierzuland.Info:

Wilde Werbung unerwünscht

Dettighofer Holperstrecke

Advertisements